Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.04.2006

18:49 Uhr

HB FRANKFURT. Der Duisburger Stahl- und Werkstoffhändler Klöckner & Co (KlöCo) will Finanzkreisen zufolge noch in der ersten Jahreshälfte den Sprung an die Börse wagen.

Die Erstnotiz sei für Juni im Prime Standard anvisiert, dem am stärksten regulierten deutschen Börsensegment, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Montag. „Das Emissionsvolumen wird mindestens 500 Mill. Euro betragen.“ Damit sei KlöCo auf mittlere Sicht ein Kandidat für den Nebenwerteindex MDax.

Neben der Abgabe von Aktien aus dem Besitz des bisherigen Eigentümers, der New Yorker Fondsgesellschaft Lindsay Goldberg & Bessemer (LGB), sei auch eine Kapitalerhöhung geplant. Den Börsengang begleiten den Kreisen zufolge UBS, Deutsche Bank und J.P. Morgan.

„Ein Börsengang wird weiter erwogen“, sagte eine Sprecherin nur. In diesem Fall werde LGB seine Mehrheitsposition behalten. Zum Zeitrahmen wollte sie sich nicht äußern.

Das 1906 gegründete Stahlhandelshaus hat in den vergangenen fünf Jahren mehrere Eigentümerwechsel erlebt. Die britische Rohstoffhandelsgruppe Balli hatte KlöCo 2001 inklusive Schulden für gut eine Milliarde Euro vom Energiekonzern Eon erworben, der aus der Fusion der beiden Versorger Veba und Viag hervorgegangen war. 2003 übernahm die WestLB 94,9 Prozent an der Gesellschaft, verkaufte ihren Anteil aber vor einem Jahr wieder an LGB. Von der HSH Nordbank erwarb die LGB auch die restlichen KlöCo-Anteile von 5,1 Prozent.

2004 hat der 10 000 Mitarbeiter zählende Traditionskonzern 4,8 Mrd. Euro umgesetzt, eine Milliarde mehr als 2003. Der Nettogewinn kletterte auf 140 Mill. Euro von 27 Mill. im Jahr 2003.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×