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04.04.2017

14:33 Uhr

Online-Händler Zalando

Aktien profitieren von Zahlen der Konkurrenz

Der britische Versandhändler Asos hebt seine Jahresprognose an – und die Zalando-Aktie profitiert. Nach den starken Zahlen von der Insel hoffen auch die Anleger des deutschen Konkurrenten Zalando auf steigende Kurse.

Die Aktie des deutschen Online-Modehändler profitiert von guten Zahlen der Konkurrenz. dpa

Zalando

Die Aktie des deutschen Online-Modehändler profitiert von guten Zahlen der Konkurrenz.

FrankfurtMit der Anhebung seiner Umsatzprognose hat der Rivale Asos am Dienstag den Aktionären von Zalando den Mund wässrig gemacht. Die Aktien des deutschen Online-Modehändlers stiegen um bis zu 4,4 Prozent auf 39,89 Euro und führten damit die Gewinnerliste im MDax an.

Asos hatte im ersten Geschäftshalbjahr (zum Ende Februar) mit 889,2 Millionen Pfund mehr als erwartet umgesetzt. Für das gesamte Geschäftsjahr hob Asos die Wachstumsprognose auf ein Plus von 30 bis 35 Prozent an. Bislang hatten die Briten mit einem Umsatzplus von 25 bis 30 Prozent gerechnet. „Das hat bei einigen Anlegern die Spekulation geschürt, dass auch Zalando seine Prognose noch anhebt“, sagte ein Händler.

Die besten Anlagen 2016

Zucker

Die Preise vieler Agrarrohstoffe sind 2016 deutlich gestiegen. Am deutlichsten stieg der Preis für Rohrzucker – auch wenn über die Hälfte der Performance seit dem Herbst wieder abgeschmolzen ist. Wer an den Terminbörsen zu Jahresbeginn 100.000 Euro in Zucker anlegte, hat jetzt 132.950 Euro auf dem Konto. Grund für den Anstieg sind Aussichten auf eine sinkende Produktion. Ähnlich ist es bei Kaffee, Baumwolle und Kakao. Ein höheres Angebot ließ dagegen die Preise für Mais und Weizen fallen.

Aktien Russland

Vom Absturz zu Beginn des Jahres erholten sich sowohl der Leitindex Micex als auch der Rubel deutlich. Hauptgründe dafür sind der steigende Ölpreis und nach der Trump-Wahl die Hoffnung auf ein besseres politisches Verhältnis zwischen den USA und Russland. Aus 100.000 in Russland angelegten Euro wurden so im vergangenen Jahr 152.950 Euro. Zum Vergleich: Aus 100.000 angelegten Euro wurden im amerikanischen Dow Jones - inklusive des Dollar-Anstiegs - „nur“ 116.140 Euro, im deutschen Dax waren es 106.780 Euro und im Euro Stoxx 50 der Standardwerte im Euro-Raum 100.770 Euro.

Öl

Der weitere Verfall des Ölpreises schockte die Anleger zu Jahresbeginn. Bis auf das Zwölfjahrestief von 27 Dollar fiel der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Bren bis zum Februar. Er erholte sich aber deutlich, in der Hoffnung darauf, dass die Ölstaaten die Fördermengen begrenzen. was sie Ende 2016 tatsächlich machten. Aus 100.000 in Öl-Terminkontrakte investierten Euro wurden bis am Jahresende 161.080 Euro.

Zink

Zink war 2016 der Rohstoff mit dem höchsten Preisanstieg. Im vergangenen Jahr stieg der Preis von Zink, das vielfach in der Industrie eingesetzt wird in Euro gerechnet um 62,84 Prozent.

Aktien Kasachstan

Das zentralasiatische Land ist der zweitgrößte Ölexporteur im postsowjetischen Raum und profitierte damit deutlich vom seit Mitte Februar wieder gestiegenen Ölpreis. Wer 100.000 Euro in den gerade mal neun Werte umfassenden Kase-Index investierte, machte einen Gewinn von 66,27 Prozent.

Aktien Peru

Die Aktie in Peru profitierte von der Wahl des neuen Präsidenten Pablo Kuczynski, der als liberal und wirtschaftsfreundlich gilt. Dazu sind im Leitindex Peru General S&P/BVL viele Minenwerte notiert – und die profitierten vom Anstieg der Minenpreise. Auch die Landeswertung Sol stieg. Das machte bei einer Investition von 100.000 Euro für hiesige Investoren einen Gewinn von 67.210 Euro. Im vergangenen Jahr hatte die Börse allerdings ein Drittel verloren.

Aktien Brasilien

Vor allem das Amtsenthebungsverfahren gegen Staatschefin Dilma Rousseff trieb Brasiliens Aktienkurse und den Real nach oben, weil dadurch die Präsidentin abgelöst wurde, die das Land in die Rezession und den größten Korruptionsskandal aller Zeiten getrieben hatte. Dass inzwischen auch gegen die Regierung und Ihren Präsidenten Michel Temer Korruptionsvorwürfe bestehen, bremste die Hausse nicht – ebenso wenig wie die Tatsache, dass das Land immer noch in der Rezession feststeckt. Unter dem Strich machten Anleger, die Anfang vergangenen Jahres 100.000 Euro in Brasiliens Leitindex investierten einen Gewinn von 76.160 Euro. So viel gab es in keiner anderen Anlageklasse.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand: 30.12.2016

Asos selbst konnten davon nicht mehr profitieren. Die Titel verloren in London rund fünf Prozent auf 5.710 Pfund. Börsianer machten dafür Gewinnmitnahmen verantwortlich, da Asos den Gewinnausblick unverändert ließ. Außerdem hätten die Titel in den vergangen sechs Monaten schon 20 Prozent zugelegt.

Zalando kommen im gleichen Zeitraum nur auf ein Plus von zwei Prozent. Die Asos-Aktien seien vergleichsweise hoch bewertet, stellten die Analysten von Morgan Stanley fest. Zalando selbst hatte die Anleger im März mit einem als zu konservativ empfundenen Ausblick enttäuscht.

Von

rtr

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