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08.07.2013

16:42 Uhr

Osram

Börsenstart mit Verlusten

Ein großer Reibach war mit Osram-Aktien am ersten Handelstag nicht zu machen. Analysten hatten aber noch mit größeren Verlusten gerechnet. Sie sprechen von einem gelungenen Debüt.

Nach Börsengang

Osram-Chef: „Erst mal abwarten“

Nach Börsengang: Osram-Chef: „Erst mal abwarten“

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FrankfurtVersöhnlicher Abschied nach einer langwierigen Trennung: Für den Elektroriesen Siemens hat sich der Börsenstart der früheren Tochter Osram am Ende doch ausgezahlt. Dass der Lichtkonzern im zweiten Anlauf den Schritt in die Selbstständigkeit geschafft hat, bescherte Siemens am Montag kräftige Kursgewinne. Experten loben, dass der Elektroriese damit eine weitere Baustelle losgeworden ist und sich im schwierigen Konjunkturumfeld besser auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann. Für Osram selbst dagegen steht die eigentliche Bewährungsprobe erst bevor.

Zum Börsenstart notierten Osram-Aktien 24 Euro und gaben im Nachmittagshandel auf gut 23,50 Euro. Dennoch sprachen Analysten insgesamt von einer freundlichen Aufnahme. Wegen der nur vorübergehenden Einordnung des Osram-Papiers in den Leitindex Dax war mit Kurs-Abschlägen gerechnet worden. Zuvor hatte der Elektrokonzern Siemens den traditionsreichen Lichtkonzern nach 94 Jahren in die Selbstständigkeit entlassen. Das Leitbarometer der Deutschen Börse in Frankfurt am Main umfasst damit vorübergehend 31 Werte anstatt normalerweise nur 30 Titel.

Die Meinungen der Analysten über einen angemessenen Osram-Kurs lagen weit auseinander: Die Spanne des als fair betrachteten Wertes erstreckte sich von 27 bis 44 Euro je Aktie. Da Siemens seine Leuchtmittel-Tochter abgespalten und die Osram-Titel in die Depots ihrer Aktionäre gebucht hat, ist Osram am Montag für einen Tag im Dax gelistet. Damit hat der deutsche Leitindex vorübergehend 31 Werte.

Die Aktien sind nicht nur in Frankfurt, sondern auch in München notiert. „Ich freue mich über die Entscheidung, dass sich die Osram Licht AG als Traditionskonzern auch für den Regulierten Markt in München entschieden hat“, erklärte Andreas Schmidt, Geschäftsführer der Börse München und Sprecher der Finanzplatz München Initiative.

Die zehn stärksten Dax-Werte seit dem Rekordhoch 2007

Platz 10

BMW:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 47,4 Prozent

Platz 9

BASF:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 49,8 Prozent

Platz 8

Adidas:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 54,6 Prozent

Platz 7

Linde:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 54,7 Prozent

Platz 6

Fresenius Medical Care:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 57,7 Prozent

Platz 5

Lanxess:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 60,8 Prozent

Lanxess ist seit dem 24. September 2012 im Dax notiert

Platz 4

Fresenius:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 61,2 Prozent

Platz 3

SAP:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 67,8 Prozent

Platz 2

Henkel:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 71,6 Prozent

Platz 1

Volkswagen:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 111,3 Prozent

„Das heutige Listing schlägt ein neues Kapitel in der über 100-jährigen Unternehmensgeschichte auf und eröffnet große Chancen für die künftige Entwicklung des Unternehmens“, sagte der OSRAM-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Dehen. Informationen rund um die Emission gibt es auf einer gesonderten Webseite der Börse München.  

Bei „normalen“ Börsengängen gibt es mit dem Ausgabepreis den besten Anhaltspunkt dafür, was das Unternehmen den Investoren wert ist. Bei Osram jedoch gingen die verfügbaren Richtwerte weit auseinander. Denn Siemens scheute sich davor, die Aktien in einem Bookbuilding-Verfahren bewerten zu lassen. Sie wurden nach Handelsschluss am Freitagabend einfach in die Depots der Siemens-Aktionäre gebucht - eine Aktie der Osram Licht AG kommt dabei auf zehn Siemens-Anteilsscheine.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

08.07.2013, 10:03 Uhr

In der Arbitrage Future vs. Kasse haben sich heute Morgen einige Jungs schön die Taschen vollgemacht bis zum 1. Kurs von OSR .....

LEDsDance

08.07.2013, 13:07 Uhr

Die wundersame Geldvermehrung bei einer viel zu hoch bewerteten Technologie mit Sondermüllcharakter.

Ich habe mir eine DIY-Anleitung zum Selbstbau von Glühbirnen, äh ich meinte hocheffizienten Heizungen erstellt. So eine Glühbirne ist doch völlig trivial selbst zu machen. Man nehme Jenaer Glas Reagenzgläser und einen Bunsenbrenner, fülle Argon aus einer Flasche vom WIG-Schweißen zusammen mit dem Glühdraht ein und verschliesse die Öffnung mit dem Bunsenbrenner. Einfach und simpel!

Account gelöscht!

08.07.2013, 15:09 Uhr

Wer weiß ob Osram es schafft,bin da sehr skeptisch.Ihre Birnen sind einfach zu teuer und halten nicht lange genug.Ich weiß auch nicht,wie man sich der asiatischen Konkurrenz erwähren will.
Eigentlich ist Osram erstmal die neue Facebook(nach deren IPO),also ein klassischer Underperformer.

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