Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.09.2015

11:26 Uhr

Politische Kursstützung

China hat für Hunderte Milliarden Aktien gekauft

Die chinesische Regierung hat der Investmentbank Goldman Sachs zufolge die Märkte mit mehr als 200 Milliarden Euro gestützt. Und kündigt schon die nächste Idee an, wie sie den Kursen an den Börsen nachhelfen möchte.

Mit aller Kraft versucht die chinesische Regierung die turbulenten Kursentwicklungen in geregelte Bahnen zu führen. Reuters

Kurstafel in Schanghai

Mit aller Kraft versucht die chinesische Regierung die turbulenten Kursentwicklungen in geregelte Bahnen zu führen.

PekingDie chinesische Regierung hat 1,5 Billionen Yuan (211 Milliarden Euro) für die Stützung des Aktienmarktes ausgegeben seit die Talfahrt an den Börsen des Landes vor drei Monaten begann. Das geht aus Angaben der US-Investmentbank Goldman Sachs hervor.

Die „Nationalmannschaft“ aus staatsnahen Finanzunternehmen und Notenbank hat demnach allein im August rund 600 Milliarden Yuan für Aktienkäufe aufgewendet. Das entspreche 9,2 Prozent des Gesamtvolumens der in China frei gehandelten Aktien entspreche.

Deutsche Aktien: In diesen Dax-Aktien steckt am meisten China

Deutsche Aktien

In diesen Dax-Aktien steckt am meisten China

Chinas Wirtschaft schwächelt. Das könnte auch Deutschlands Konzerne treffen. Ein Unternehmen liegt in China vorn.

Sorgen der Investoren, was geschehen werde, wenn der Staat seine Positionen wieder aufzulösen beginnt, seien aber übertrieben, schrieben die Strategen um Kinger Lau in einer Studie und verwiesen dabei auf frühere Erfahrungen in Hongkong und den USA.

Die chinesische Regierung kündigte am Dienstag zudem einen weiteren Schritt an, die turbulenten Börsen des Landes unter Kontrolle zu bringen. Wer Aktien künftig länger als ein Jahr hält, soll auf die Gewinne keine Steuern mehr zahlen müssen, kündigte das Finanzministerium an. Nachdem der Leitindex in Shanghai seit vergangenem Sommer um über 150 Prozent gestiegen war, weil Anleger in großen Mengen auf Kredit Aktien kauften, folgte ab Mitte Juni ein Absturz des Shanghai Composite Index um mehr als 40 Prozent.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×