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14.04.2011

11:43 Uhr

Porsche-Kapitalerhöhung

Vorzugsaktionäre greifen zu

Bei der Kapitalerhöhung der Porsche Holding haben die Vorzugsaktionäre ordentlich zugegriffen. Die Bezugsquote bei den stimmrechtslosen Papieren habe bei 99,7 Prozent gelegen, teilte Porsche am Donnerstag mit.

Die Vorzugsaktionäre der Porsche Holding haben sich bei der Kapitalerhöhung in großem Stil eingedeckt. Quelle: dapd

Die Vorzugsaktionäre der Porsche Holding haben sich bei der Kapitalerhöhung in großem Stil eingedeckt.

Hamburg

Die Vorzugsaktionäre der Porsche Holding haben sich bei der Kapitalerhöhung in großem Stil eingedeckt. Die Bezugsquote bei den stimmrechtslosen Papieren habe bei 99,7 Prozent gelegen, teilte Porsche am Donnerstag mit. Der Rest sei von den Banken über die Börse verkauft worden. Die neuen Stammaktien wurden wie zuvor vereinbart voll von den Milliardärsfamilien Porsche und Piech sowie dem Emirat Katar gezeichnet. Damit hat die Porsche Holding wie geplant 4,9 Milliarden Euro eingesammelt und ist auf einen Schlag einen Großteil seiner erdrückenden Schuldenlast los. Der Schuldenstand sinkt auf 1,5 Milliarden Euro. Über den Abschluss der Kapitalerhöhung hatte Reuters bereits am Mittwoch aus Kreisen berichtet.

"Mit der erfolgreichen Kapitalerhöhung und der damit verbundenen weitgehenden Entschuldung der Porsche SE machen wir einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zum integrierten Automobilkonzern", sagte VW-Chef Martin Winterkorn, der in Personalunion auch die Porsche Holding führt.

Mit dem Wolfsburger Autokonzern will die Porsche Holding möglichst schnell fusionieren, um durch die gemeinsame Entwicklung neuer Fahrzeuge und die Nutzung gemeinsamer Ressourcen Kosten zu sparen. Eine der Voraussetzungen für diesen bereits im Jahr 2009 vereinbarten Zusammenschluss ist die Entschuldung der Porsche Holding, bei der im Sommer eine Kreditlinie über 2,5 Milliarden Euro fällig wird.

Porsche hatte die neuen Vorzugs- und Stammaktien am 30. März zu je 38 Euro in den Markt gegeben. Damit lag der Preis deutlich unter dem aktuellen Aktienkurs. Mit dem Preisabschlag wollte Porsche die Aktionäre überzeugen, die Aktien trotz aller Risiken zu kaufen. Mögliche Stolpersteine für die Fusion mit Volkswagen sind Klagen von Fondsinvestoren in den USA wegen angeblicher Marktmanipulationen des früheren Porsche-Managements beim letztlich gescheiterten Versuch, VW zu übernehmen. In dem Zusammenhang ermittelt auch die Stuttgarter Staatsanwaltschaft.

Von

rtr

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