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24.01.2011

11:12 Uhr

Prime Standard

RIB macht Ernst mit Börsengang

VonReuters

Der positive Jahresstart an den Börsen zeigt Wirkung: Die deutschen IPO-Kandidaten wagen sich aus der Deckung. Das Software-Unternehmen RIB plant seine Erstnotiz Anfang Februar. Für den Titel des ersten Neuling 2011 reicht das aber nicht.

Blick aufs Frankfurter Börsenparkett. Neue Kandidaten drängen in den Prime Standard. Quelle: dpa

Blick aufs Frankfurter Börsenparkett. Neue Kandidaten drängen in den Prime Standard.

FrankfurtDie Stuttgarter Softwarefirma RIB wagt sich Anfang Februar an die Börse. Zwischen 28. Januar und 3. Februar könnten Investoren bis zu 15,7 Millionen Aktien zeichnen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Rund 9,8 Millionen Anteilsscheine stammten aus
einer Kapitalerhöhung, der Rest einschließlich einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) aus dem Besitz der Altaktionäre. Die Bezugsfrist für die bestehenden Anteilseigner läuft bis 7. Februar. Die Schwaben streben eine Notierung im streng regulierten Prime Standard an.

Durch den Schritt erhofft sich die Softwareschmiede Erlöse von rund 90 Millionen Euro, die endgültige Preisspanne wird erst nach einer Werbetour am Anfang Februar festgelegt. Mit dem Geld will das 1961 gegründete Unternehmen, das sich auf Programme für die Bauindustrie spezialisiert hat, sein Geschäft ausweiten und die weitere Produktentwicklung finanzieren.
RIB hatte ursprünglich eine Notiz in Hongkong erwogen, im September aber den Zulassungsantrag mit Verweis auf eine positive Entwicklung der Baubranche und Börsen in Europa zurückgezogen. Anteilsscheine der Firma sind bereits im Freiverkehr der Börse Hamburg gelistet. Begleitet wird das Initial Public Offering (IPO) von der UBS, mit von der Partie sind auch die Berenberg Bank und equinet Bank.
Im ersten Halbjahr steigerte RIB seinen Umsatz um 31 Prozent auf 18,9 Millionen Euro, das operative Ergebnis verdoppelte sich nahezu auf 7,2 Millionen Euro.
Der erste Neuzugang an der deutschen Börse in diesem Jahr wird wohl der niedersächsische Fahrradhersteller Derby Cycle sein - die Aktien der Cloppenburger Firma sollen am 4. Februar in den Handel starten. Der Wäsche-Hersteller Schiesser will den Sprung aufs Frankfurter Parkett im zweiten Quartal wagen. 2010 hatten Anleger nur wenige Gelegenheiten, bei Börsengängen in Deutschland zuzugreifen, im neuen Jahr erwarten Experten aber eine deutliche Belebung des Marktes.

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