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30.04.2013

07:51 Uhr

Privatisierung

Großbritanniens Post kommt bald an die Börse

Großbritannien möchte Schulden abbauen und privatisiert deshalb staatliche Unternehmen. Im Herbst könnte bereits die britische Post an die Börse gehen. Weitere Privatisierungen könnten folgen.

Eingang der London Stock Exchange. Royal Mail soll im Herbst an die Börse. dpa

Eingang der London Stock Exchange. Royal Mail soll im Herbst an die Börse.

LondonDie britische Regierung treibt zum Schuldenabbau einen Börsengang des staatlichen Postunternehmens Royal Mail voran. Bis Ende Mai könnten die beratenden Banken für eine Neuemission ernannt werden, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag mit. Die Regierung habe positives Feedback von Investoren für einen IPO erhalten.

Royal Mail beschäftigt rund 150.000 Mitarbeiter und setzte zuletzt jährlich umgerechnet 11,2 Milliarden Euro um. Das Börsendebüt dürfte im Herbst kommen. In Medienberichten hieß es, das Staatsunternehmen könne auf eine Marktkapitalisierung von rund zwei bis drei Milliarden Pfund kommen.

Die größten Börsengänge der Welt

General Motors

General Motors: 23,1 Mrd. Dollar (2010, USA)

Agricultural Bank of China

Agricultural Bank of China: 22,1 Mrd. Dollar (2010, China)

ICBC

ICBC: 21,97 Mrd. Dollar (2006, China)

Visa Inc

Visa Inc: 19,65 Mrd. Dollar (2008, USA)

NTT Mobile Communications

NTT Mobile Communications: 18,05 Mrd. Dollar (1998, Japan)

Enel SpA

Enel SpA: 16,59 Mrd. Dollar (1999, Italien)

Nippon Telegraph and Telephone

Nippon Telegraph and Telephone: 13,75 Mrd. Dollar (1986, Japan)

Deutsche Telekom

Deutsche Telekom: 12,49 Mrd. Dollar (1996, Deutschland)

Bank of China

Bank of China: 11,19 Mrd. Dollar (2006, China)

Dai-ichi Life Insurance

Dai-ichi Life Insurance: 11,16 Mrd. Dollar (2010, Japan)

Großbritannien erwägt derzeit offenbar eine Reihe von Privatisierungen. Der Staat könnte sich in den kommenden fünf bis acht Jahren aus etwa der Hälfte seiner 21 Unternehmen zurückziehen, hatte die "Financial Times" vor kurzem berichtet. Mit den Einnahmen sollten die Schulden gesenkt und neue Sparprogramme vermieden werden.

Allein etwa drei Milliarden Pfund könne der Staat noch in diesem Jahr aus dem Verkauf von einem Drittel der Anteile am weltweit zweitgrößten Kernbrennstoff-Hersteller Urenco erlösen. An ihm sind auch die niederländische Regierung sowie die deutschen Versorger RWE und E.ON beteiligt.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Thomas-Melber-Stuttgart

30.04.2013, 08:12 Uhr

Dann wird der Service sicher so erfolgreich wie bei British Rail oder Thames Water, he, he !!

Account gelöscht!

30.04.2013, 09:35 Uhr

"Privatisierung" ist ein Wort wie "Wohnpark".

Es wird suggeriert es handele sich um etwas Positives, dabei ist es schlicht der Verkauf des Tafelsilbers.

Privatisierung liegt in den allermeisten Fällen nicht im Interesse der Bevölkerung.

Account gelöscht!

30.04.2013, 09:43 Uhr

Und, was kommt nach dem Tafelsilber? Dann ist nichts mehr da!

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