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17.01.2008

11:04 Uhr

Prognosen für den deutschen Aktienmarkt

Geplatzte Träume

VonAnke Rezmer

Die Aktienkurse an der deutschen Börse kannten auch gestern nur eine Richtung: nach unten. Seit Jahresbeginn haben die Standardwerte im deutschen Leitindex Dax schon rund sechs Prozent verloren. Mehr als ein Drittel der Titel weist bereits ein zweistelliges Minus aus. Bei den Nebenwerten sieht die Lage noch düsterer aus:

Um den Anlegern eine Orientierungshilfe für das laufende Jahr zu geben, hat das Handelsblatt die Analysten jener Investmenthäuser befragt, die nach Angaben des US-Researchhauses Starmine im vergangenen Jahr die treffsichersten Prognosen für den deutschen Aktienmarkt abgaben. ap

Um den Anlegern eine Orientierungshilfe für das laufende Jahr zu geben, hat das Handelsblatt die Analysten jener Investmenthäuser befragt, die nach Angaben des US-Researchhauses Starmine im vergangenen Jahr die treffsichersten Prognosen für den deutschen Aktienmarkt abgaben.

FRANKFURT. MDax und TecDax schreiben im Durchschnitt zweistellige Verluste. Da ist es kein Wunder, dass die Analysten der besten Investmenthäuser für deutsche Aktien ein „schwieriges, wenngleich nicht chancenloses Jahr“ voraussagen. Das ergab eine Umfrage des Handelsblatts unter Top-Analysten.

Bis zum Sommer rechnen die Profis mit einer schwachen Marktentwicklung. Sie gehen davon aus, dass der Deutsche Aktienindex im Jahr 2008 zwischen 6 500 und 8 600 Punkten schwanken wird. Bis zum Sommer dürfte er sich nach ihrer Einschätzung eher im unteren Bereich bewegen. Für den späteren Jahresverlauf favorisieren sie dann auch wieder konjunktursensible große Aktien wie Henkel, Siemens und ausgewählte kleinere Titel.

Um den Anlegern eine Orientierungshilfe für das laufende Jahr zu geben, hat das Handelsblatt die Analysten jener Investmenthäuser befragt, die nach Angaben des US-Researchhauses Starmine im vergangenen Jahr die treffsichersten Prognosen für den deutschen Aktienmarkt abgaben. Die Spitzenposition im Starmine-Ranking hat dabei die Privatbank Sal. Oppenheim. Ihre Analysten hatten die besten Aktienempfehlungen und die genauesten Gewinnschätzungen.

Auf Rang zwei folgt die WestLB vor dem Bankhaus Metzler, der DZ Bank und der italienischen Großbank Unicredit. Einmal im Jahr stellt Starmine mit dem Handelsblatt die besten Broker für deutsche Titel vor.

In den kommenden Wochen überwiegen für die Top-Analysten am deutschen Aktienmarkt eindeutig die Risiken. „Es wird erst schlechter, bevor es wieder besser wird“, sagt Wolfgang Sawazki, Leiter Aktienresearch bei Sal. Oppenheim. Sawazki verweist auf weiteren Abschreibungsbedarf europäischer Finanzhäuser und die sich abschwächende US-Konjunktur. Im Zuge der Subprime-Krise habe sich gezeigt, dass Liquidität einen Preis habe.

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