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19.11.2013

18:34 Uhr

Ratingagentur S&P

Nächste Herabstufung für K+S

Wegen der Turbulenzen am Düngemittelmarkt setzt die Ratingagentur S&P den Dax-Konzern K+S herab. Damit ist die K+S-Aktie der größte Verlierer im Dax.

Blick auf eine Abraumhalde des Kaliwerkes K+S (Kali und Salz) in Thüringen. Die K+S-Aktie verliert fast vier Prozent. dpa

Blick auf eine Abraumhalde des Kaliwerkes K+S (Kali und Salz) in Thüringen. Die K+S-Aktie verliert fast vier Prozent.

FrankfurtDie Ratingagentur S&P senkt wegen der Turbulenzen am Düngemittelmarkt den Daumen über K+S. Die US-Agentur setzte das Rating des Dax-Konzerns um eine Stufe auf "BBB" herab. Das Urteil von S&P fällt allerdings milder aus als das der Ratingagentur Moody's, die die K+S-Bonitätsnote kürzlich um zwei Stufen auf Ramschstatus heruntergestuft hatte. Die K+S-Aktie verlor am Dienstag fast vier Prozent und war damit größter Verlierer im Dax. Verantwortlich dafür waren Händlern zufolge jedoch auch schwindende Hoffnungen auf eine Annäherung zwischen Uralkali und Belaruskali.

Die Konzerne aus Russland und Weißrussland hatten mit der Auflösung ihres Exportbündnisses BPC Ende Juli Schockwellen durch die Branche geschickt. Bisher haben BPC und das nordamerikanischen Pendant Canpotex 70 Prozent des Kali-Düngemittelmarktes beherrscht und die Preise stets auf einem hohen Niveau gehalten. Seit August verkauft Uralkali jedoch auf eigene Faust so viel wie möglich, weshalb die Preise auf Talfahrt sind. S&P geht davon aus, dass sie in den nächsten Jahren auf einem "relativ geringen" Niveau verharren werden.

Die größten Kaliproduzenten

Uralkali (Russland)

Kaliproduktion: 12,1 Millionen Tonnen

Weltweite Produktion 2014

Belaruskali (Weißrussland)

Kaliproduktion: 10,3 Millionen Tonnen

Potash Corp (Kanada)

Kaliproduktion: 8,8 Millionen Tonnen

Mosaic (USA)

Kaliproduktion: 8,3 Millionen Tonnen

K+S (Deutschland)

Kaliproduktion: 5,7 Millionen Tonnen

ICL (Israel)

Kaliproduktion: 5,1 Millionen Tonnen

Nach Einschätzung von S&P haben die Preise in einigen Kernmärkten inzwischen allerdings den Boden erreicht. Sollte sich diese Annahme nicht bewahrheiten, könne die K+S-Bonitätsnote weiter gesenkt werden, erklärten die Experten.

Von

rtr

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