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11.01.2005

12:50 Uhr

Aktien

Reihe von Negativ-Nachrichten belasten europäische Chipwerte

Eine Reihe negativer Nachrichten aus der Chipbranche haben europäische Chipwerte am Dienstag unter Druck gesetzt. Vor allem Stmicroelectronics-Papiere fielen deutlich - gegen 12.30 Uhr verloren die Aktien in Paris 3,31 Prozent auf 13,75 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Eine Reihe negativer Nachrichten aus der Chipbranche haben europäische Chipwerte am Dienstag unter Druck gesetzt. Vor allem Stmicroelectronics-Papiere fielen deutlich - gegen 12.30 Uhr verloren die Aktien in Paris 3,31 Prozent auf 13,75 Euro. Der Eurostoxx 50 fiel um 0,74 Prozent auf 2 954,91 Punkte.

Auch andere große europäische Chipwerte standen im Mittagshandel mehr oder weniger stark unter Druck. Die Aktien des deutschen Branchenprimus Infineon fielen um 2,26 Prozent auf 7,78 Euro. Die Papiere von Philips Electronics gaben 1,53 Prozent auf 18,66 Euro nach.

Eine Anhäufung von negativen Meldungen haben Aktien der europäischen Halbleiterbranche unter Druck gesetzt, begründete Analyst Thomas Becker von der Hsbc Trinkaus & Burkhardt die Kursverluste. So habe die Umsatzwarnung des US-Konzerns Advanced Micro Devices (AMD), ein enttäuschender Ausblick der Stmicroelectronics auf das vierte Quartal und negative Nachrichten vom deutschen Branchenprimus Infineon für Verkaufsdruck gesorgt.

Unter den europäischen Halbleiterwerten standen die Aktien der Stmicroelectronic im Mittagshandel am stärksten unter Druck. Analyst Becker begründete die Kursentwicklung vor allem mit der enttäuschenden Rohertragsmarge des Unternehmens. Die Stmicroelectronics hatte am Vortag eine Bruttomarge von 36,6 Prozent für das vierte Quartal in Aussicht gestellt. Zuvor prognostizierte das Unternehmen eine Marge von 38 bis 39 Prozent.

Meldungen über das Scheitern von Verhandlungen zum Verkauf der Glasfasersparte von Infineon haben die Aktien des größten deutschen Chipherstellers nach Einschätzung von Experten zusätzlich belastet. "Das Platzen des Verkaufs an Finisar belastet, weil Infineon jetzt einen neuen Käufer für die Sparte suchen muss", sagte Technologie-Analyst Theo Kitz von Merck Finck & Co.

Von den am Abend anstehenden Geschäftszahlen des weltweiten Branchenprimus Intel erwartet Analyst Becker dagegen "keine Enttäuschung". Der Konzern habe bereits Anfang Dezember seine Erwartungen angehoben. Zudem würden starke Absatzzahlen des Halbleiter-Branchenverbandes SIA für November nicht auf eine negative Überraschung bei den Intel-Geschäftszahlen hindeuten, hieß es von anderen Experten.

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