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14.12.2011

14:19 Uhr

Rettungsfonds

Soffin-Pläne geben Commerzbank Auftrieb

Der Bund will kriselnden Instituten unter die Arme greifen und dazu den Bankenrettungsfonds Soffin reaktivieren. Der Commerzbank hilft schon die Aussicht, künftig auch Staatsanleihen in eine Bad Bank auslagern zu können.

Der Eingang der Commerzbank-Zentrale in Frankfurt. Reuters

Der Eingang der Commerzbank-Zentrale in Frankfurt.

FrankfurtDie Pläne zur Reaktivierung des deutschen Bankenrettungsfonds Soffin haben die Commerzbank am Mittwoch beflügelt. Die Aktien der von Kapitalproblemen geplagten zweitgrößten deutschen Bank stiegen nach anfänglichen Verlusten um bis zu 7,3 Prozent auf 1,25 Euro und waren damit Spitzenreiter im Dax und im europäischen Branchenindex.

Der entscheidende Punkt des Gesetzentwurfes sei die Tatsache, dass Banken künftig Staatsanleihen in eine Bad Bank unter dem Dach des Soffin auslagern könnten, sagte ein Börsianer. In der ersten Auflage des Soffin von 2008 bis 2010 war das nur für toxische Wertpapiere möglich.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Kritiker

14.12.2011, 16:32 Uhr

Kann ich auch Wertpapiere als Privatperson auf Pump kaufen und wenn diese eine negative Kursentwicklung haben an eine Bad Bank auslagern? Meinen Kredit übernimmt dann quasi die Bad Bank=der Soffin (=Staat=alle Bundesbürger)? Verstehe ich das Prinzip richtig?

Also nochmal zur Verdeutlichung: Ich kaufe ein hochriskantes hochverzinsliches Papier - sagen wir z.B. Griechenlandanleihen die z.Zt. im Gespräch sind, jeder weiss, dass dies Schwachsinn ist und höchst riskant, aber ich kaufe sie trotzdem sagen wir mal am Besten gleich für 100 Mio Euro als PRIVATPERSON, damit sich das Spiel auch wirklich lohnt (im Gewinnfall). Dann nehme dafür ein Darlehen auf, da ich ja keine 100 Mio habe und wenn dann das Ganze in die Hose geht - was nicht unwahrscheinlich ist - gehen die Papiere und damit auch mein Kredit an Soffin über - d.h. ich bin also bei einer negativen Kursentwicklung schuldenfrei, wenn ich aber einen Gewinn mache, der bei 100 Mio Volumen sicher entsprechend hoch wäre - bräuchte ich und meine Nachkommen nicht mehr arbeiten. Ist das das Prinzip, wie Banken/Händler/Investmentbanker ihre Gewinne einfahren? Folgendes Problem: ich werde als Privatperson keine 100 Mio für so einen Deal bekommen. Meine Lösung für mein Dilemma: ich gründe einfach eine eigene Bank - sagen wir die "Kritiker Clever Privatbank" - bin der Geschäftsführer und zahle mir ein fürstliches Gehalt - dann müsste das ja alles funktionieren - oder?

Versteht das noch irgendjemand, was hier wirklich läuft?
Mir war so, dass ich als Steuerzahler - zumindest als Privatperson - meine Verluste aus Wertpapiergeschäften nicht geltend machen kann.

Also wirklich - machen die sowieso schon hochbezahlten Händler und Investmentbanker Gewinn erhalten Sie (bis hin zu hohen Millionenbeträgen) Provisionen - erwirtschaften Sie Verluste müssen Sie aber nix zurückbringen. Erwirtschaften Sie im Folgejahr wieder Gewinne brummt die Kasse wieder - alles egal, ob die Bank überhaupt alleine überlebensfähig wäre usw.

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