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16.05.2011

16:48 Uhr

Rohstoffhändler

Börsenkandidat Glencore spürt starke Nachfrage

Glencore plant den größten Börsengang Londons und spürt schon jetzt ein starkes Interesse. Der Rohstoffhändler hat nun eine neue Preisspanne festgelegt. Das Aktienangebot gilt als mehrfach überzeichnet.

Der Rohstoffhändler Glencore plant den größten Börsengang Londons. Quelle: Reuters

Der Rohstoffhändler Glencore plant den größten Börsengang Londons.

London/MoskauDer an die Börse strebende weltgrößte Rohstoffhändler Glencore spürt Kreisen zufolge eine robuste Nachfrage nach seinen Aktien und hat deshalb eine neue Preisspanne festgesetzt. Diese deutet darauf hin, dass Glencore trotz des Kursrutsches an den Rohstoffmärkten seine Anteilsscheine zu einem höheren Preis verkaufen kann als erwartet. Die Dividendenpapiere sollen nun zwischen 520 und 550 Pence kosten, wie mit den Plänen vertraute Personen am Montag sagten. Zuvor hatte der Konzern eine Spanne von 480 bis 580 Pence für seinen milliardenschweren IPO angepeilt. Der Schweizer Konzern will die Bücher für den Börsengang am Dienstag schließen, einen Tag früher als geplant. Der endgültige Preis für die Papiere soll am Donnerstag feststehen.

Die neue, eingeengte Preisspanne erhöht den Mittelwert leicht auf 535 von zuvor 530 Pence. Damit wäre Glencore mit knapp 60 Milliarden Dollar bewertet. Glencore-Chef Ivan Glasenberg hatte am Donnerstag gesagt, die Nachfrage nach den Aktien sei hoch. Aus Kreisen verlautete, das Aktienangebot sei über die gesamte Preisspanne hinweg mehrfach überzeichnet. Glencore will den Rekord für den größten Börsengang in London knacken. Der in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannte Konzern setzt sich für sein Handelsdebüt Einnahmen von umgerechnet bis zu 7,4 Milliarden Euro zum Ziel. Erstnotiz in London ist der 19. Mai, in Hongkong ist das Debüt für den 25. Mai geplant.

Gemessen an seinem Umsatz von rund 100 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ist das enorm einflussreiche Unternehmen der größte Konzern der Schweiz - noch vor dem Lebensmittelriesen Nestle, dem Pharmakonzern Novartis und der Großbank UBS. Der im steuerbegünstigten Kanton Zug ansässige Rohstoffspezialist nutzt den Boom der Branche, um mit dem Börsengang seine Kasse für Übernahmen zu füllen. Glencore besitzt auf der ganzen Welt Bergwerke, Raffinerien, Eisenhütten und Weizensilos und ist auch an mehreren börsennotierten Konzernen beteiligt. Allein sein Anteil von 34 Prozent an dem britisch-schweizerischen Bergbaukonzern Xstrata ist rund 17 Milliarden Euro wert.

Von

rtr

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