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02.09.2015

12:04 Uhr

RWE-Krise

Aktie rutscht auf 24-Jahres-Tief

RWE steckt Krise. So tief, dass nun auch die vormals unumstößliche Dividende leiden könnte. Den Kommunalaktionären – Dortmund, Essen und Bochum – passt das gar nicht. Ihre Haushalte sind auf die Zahlung angewiesen.

Vorstandsvorsitzender Peter Terium hat es derzeit nicht leicht. Neue Gesetze und schrumpfende Gewinne machen dem Konzern zu schaffen. dpa

RWE

Vorstandsvorsitzender Peter Terium hat es derzeit nicht leicht. Neue Gesetze und schrumpfende Gewinne machen dem Konzern zu schaffen.

Essen/DüsseldorfRWE-Aktionäre müssen derzeit starke Nerven haben. Am Mittwoch rutschte die Aktie des zweitgrößten deutschen Energieversorgers auf 12,89 Euro – und damit auf den tiefsten Stand seit 24 Jahren. Das ruft vor allem die großen Kommunalaktionäre auf den Plan. Städte des Ruhrgebiets, etwa Dortmund, Essen oder Bochum, sind auf die Dividende von RWE angewiesen – sie verwenden die Einnahmen für ihre Haushalte. „Wir gehen davon aus, dass RWE die Dividende für 2015 unverändert bei einem Euro pro Aktie lässt“, sagte Ernst Gerlach, Geschäftsführer des Verbandes kommunaler RWE-Aktionäre (VKA), der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). „Wir haben schon die Erwartung, dass die Dividende von ein Euro nicht unterschritten wird“, sagte der Chef der Dortmunder Stadtwerke (DSW21-Gruppe), Guntram Pehlke, der Funke-Mediengruppe WAZ an diesem Mittwoch.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

RWE hatte 2013 und 2014 je einen Euro gezahlt, die Gewinne schrumpfen seit Jahren aber rapide. Ende 2014 hatte der Essener Konzern eine neue Dividenden-Politik eingeführt, die sich nicht mehr nur an den Nettogewinnen orientiert, sondern auch die Verschuldung sowie Investitionsvorhaben berücksichtigt. Analysten erwarten, dass nun bei der - seit 2012 bereits halbierten - Dividende erneut der Rotstift angesetzt werden könnte. Die Aktie des Energieversorgers verlor am frühen Mittwoch zwar stark an Boden konnte sich aber inzwischen wieder berappen und notierte zuletzt 0,6 Prozent tiefer gegenüber dem Vortag bei 13,02 Euro. Doch der Trend zeigt eher nach unten. Im Dax zählt die RWE-Aktie, trotzt der Börsenhausse zu Anfang des Jahres zum schlechtesten Wert. Seit dem 1. Januar haben sich die Anteilsscheine um rund 49 Prozent verbilligt. Auf die vergangenen 12 Monate gerechnet, büßte die Aktie rund 56 Prozent ein.

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