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07.01.2005

11:25 Uhr

Aktien

Schering schwach am Dax-Ende - Verzögerung bei Bonefos in USA

Schering-Aktien haben wegen einer Verzögerung bei der Zulassung des Krebsmedikaments Bonefos in den USA am Freitag deutlich nachgegeben.

dpa-afx FRANKFURT. Schering-Aktien haben wegen einer Verzögerung bei der Zulassung des Krebsmedikaments Bonefos in den USA am Freitag deutlich nachgegeben. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat dem Berliner Pharmakonzern mit dem so genannten "Approvable Letter" eine grundsätzliche Zulassungsbereitschaft für den Hoffnungsträger signalisiert. Für eine endgültige Zulassung benötige die Behörde jedoch noch weitere Daten.

Mit einem Minus von 4,29 Prozent auf 54,22 Euro bildete die Schering-Aktie das klare Schlusslicht im Börsenbarometer Dax. Der Index pendelte zeitgleich mit einem Minus von 0,05 Prozent auf 4 298,78 Punkte um seinen Vortagesschluss.

Analysten - Fehlende Gründe FÜR Verzögerung

Analysten zeigten sich in ihren ersten Einschätzungen zurückhaltend, da nicht bekannt ist, welche Informationen die FDA von Schering möchte. Das Brokerhaus equinet hat Schering mit "Sell" bestätigt. "Da jeder eine eindeutige Zulassung erwartet hat, ist der ’Approvable Letter’ mehr als eine Enttäuschung", sagte Analyst Martin Possienke. Wie negativ die Nachricht für Schering sein werde, hänge von den zusätzlichen Daten ab, die die FDA verlange.

Falls die Behörde sogar weitere klinische Tests wünsche, könne es durchaus sein, dass Schering die dann benötigten Ergebnisse nicht vor 2007 zur Verfügung stellen könne, so Possienke. "Im ungünstigsten Fall muss Schering neue Studien durchführen", heißt es auch bei der Landesbank Rheinland-Pfalz. "Wenn es nur unwichtigere Punkte sind, dann kann sich die Zulassung zwei Monate verzögern, anderenfalls könne es bis zu einem Jahr dauern, sagte Groschke.

Für Analyst Ulrich Huwald von M.M.Warburg ist die entscheidende Frage auch wie die Anforderungen der FDA aussehen. Er wies darauf hin, dass zur Gruppe des Bonefos-Wirkstoffs Clodronat derzeit in den USA zwei große Studien durchgeführt würden. An einer sei der Schering-Partner Novartis beteiligt. Beobachter rechnen 2007/2 008 mit Ergebnissen.

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