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26.10.2015

19:46 Uhr

Schmuck, Uhren, Handtaschen

Luxus im Depot ist noch immer gefragt

VonJessica Schwarzer

Brechen die Umsätze der Luxushersteller ein, wenn Chinas Wirtschaft weniger stark wächst? Die Angst ist groß, doch Luxus ist noch immer gefragt. Wie Experten die Chancen für die Aktien der Hersteller einschätzen.

Teure Uhren sind nach wie vor ein Statussymbol. dpa

Luxusuhren

Teure Uhren sind nach wie vor ein Statussymbol.

Düsseldorf„Luxus geht immer“, heißt es oft. In welcher Phase auch immer der Konjunkturzyklus gerade stecken mag, die Reichsten der Reichen haben schließlich noch genügend Geld für edles Geschmeide, teure Uhren, erlesene Handtaschen und feinste Stoffe. Kein Wunder, das Luxusaktien als relativ sichere Sache gelten. Doch ganz so krisenfest sind die Papiere nicht. Das mussten zuletzt auch die Aktionäre vieler Hersteller hochpreisiger Konsumgüter erleben. Denn an der Börse ging Luxus in den vergangenen Monaten weniger gut.

Ob nun Richemont, LVMH oder Kering – die Anteilsscheine der Luxushersteller mussten im Sommer Federn lassen. Einzig der Louis-Vuitton- Konzern schaffte in den vergangenen sechs Monaten ein kleines Kursplus von drei Prozent. Die Aktie von Richemont – zu dem Konzern gehören Marken wie Baume & Mercier, Cartier, Montblanc und Piaget – büßte fast zehn Prozent ein. Nur wenig besser lief es bei Kering (ehemals PPR), Mutter von Gucci Bottega Veneta, Stella Mc Cartney, Pomellato und Puma.

So legen Vermögende ihr Geld an

Ab wann ist man „vermögend“?

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln gehört man bereits mit einem Nettovermögen von rund 261.000 Euro zum reichsten Zehntel der erwachsenen Bevölkerung. Das bedeutet, dass 6,7 Millionen Menschen in Deutschland vermögend sind. Durchschnittlich kommen sie auf ein Nettovermögen von 639.000 Euro je Erwachsener.

Wie viel Vermögen hat der deutsche Durchschnittsbürger?

Das durchschnittliche Nettovermögen beträgt 115.000 Euro.

Wie viele Millionäre gibt es in Deutschland?

Über ein Nettovermögen von mindestens 1 Million Euro verfügt nur ein Prozent der Erwachsenen, das sind rund 670.000 Menschen.

Wie wird man reich?

Ein Blick auf die Altersstruktur der Vermögenden zeigt: Reichsein ist häufig das Ergebnis eines Lebenswerkes. Fast drei Viertel des reichsten Bevölkerungszehntels sind mindestens 50 Jahre alt, rund 40 Prozent sogar bereits in Rente. Und: Neben dem Alter ist vor allem der berufliche Status wichtig. Im vermögensstärksten Zehntel sind gut 21 Prozent Selbstständige – dreimal so viel wie in der gesamten Bevölkerung.

Wie legen Vermögende ihr Geld an?

Durchschnittlich hat ein Vermögender in Deutschland 41.000 Euro auf dem Sparkonto, 16.000 Euro Fondsanteile sowie 11.500 Euro in Anleihen und 12.000 Euro in Aktien. Außerdem sind 199.000 Euro im Eigenheim angelegt und 202.000 Euro in sonstigen, beispielsweise vermieteten Immobilien.

Wie legt der Durchschnittsdeutsche sein Geld an?

Der durchschnittliche Erwachsene hat 12.000 Euro auf dem Sparkonto, 3.000 Euro Fondsanteile, 1.500 Euro Anleihen und 2.000 Euro Aktien sowie 54.000 Euro im Eigenheim und 27.000 in sonstigen, beispielsweise vermieteten Immobilien angelegt.

Als Grund wurde die schrumpfende Nachfrage in Fernost genannt, wo die Hersteller der edlen Waren große Teile ihres Umsatzes machen. Das schwächere Wachstum in China hat zu einigen Gewinnwarnungen geführt, unter anderem auch beim deutschen Modellabel Hugo Boss. Auch diese Aktie stürzte ab.

Doch Experten sind längst nicht so kritisch, wie mancher Aktionär. „Luxus ist in den letzten Jahren in China überdurchschnittlich gewachsen“, sagt Scilla Huang Sun, die gemeinsam mit Andrea Gerst den JB Luxury Brands Fonds (ISIN LU0329429897) managt. „Die Normalisierung des Wachstums als Folge der Wirtschaftsabschwächung ist normal und erwartet.“

Dass der Absatz der Luxusanbieter in China schwächelt, ist auch kein ganz neues Problem. „Die Anti-Korruptions-Kampagne in den vergangenen zwei Jahren hat die Umsatzentwicklung des gesamten Sektors belastet“, ergänzt Peter Steiner, Analyst beim Bankhaus Lampe. Es sind einfach nicht mehr so viele dicke Uhren oder teure Taschen verschenkt worden.

Der Absatz in China mag also schwächeln, doch der Schaden hält sich in Grenzen. „Natürlich hinterlässt die leichte Konjunkturabkühlung in China Spuren in den Bilanzen von LVMH oder Burberry“, so Steiner. Auch der Börsencrash im August hat den Chinesen die Lust auf ausgefallene Accessoires und edle Stoffen genommen. „Die Auswirklungen auf den Konsum waren stärker als im Sommer erwartet“, sagt Steiner. „Völlig abgekoppelt davon sind übrigens die Sportartikelhersteller. Nike und Adidas wachsen in China weiterhin stark.“

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

27.10.2015, 11:42 Uhr

Ich freu mich, hier ist noch eine Kommentarfunktion offen.
Leider kann ich mit dem Begriff Luxus nicht viel anfangen,aber einen Kommentar ist es wert.
Mein Luxus ist mein Depot was ich seit über 50 Jahren habe. Natürlich nur mit intern. Gewinnertiteln bestückt.
Dazu noch vor 30 Jahren Gold gekauft, ein paar vermietete Immobilien, das ist mein Luxus.
Aber was freu ich mich endlich mal wieder einen Kommentar schreiben zu dürfen.
Danke HBO, you made my day

Account gelöscht!

27.10.2015, 17:15 Uhr

Schmuck, Uhren, Handtaschen
Luxus im Depot ist noch immer gefragt

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NICHTS AUS DER GESCHICHTE GELERNT ???

Vor dem zweiten Weltkrieg...

hatten viele Europäer und auch Japaner viele Wertsachen...

WO SIND DIESE WERTSACHEN VOR-und NACH DEM KRIEG GELANDET ?

Also macht weiter so...investiert in tode Materie !!!

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