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17.02.2015

12:36 Uhr

Schulden abgebaut

Chemiekonzern Lanxess hält Dividende stabil

Trotz Problemen etwa im Kautschuk-Geschäft zahlt der Chemiekonzern Lanxess eine unveränderte Dividende. Noch vor drei Jahren war die Dividende allerdings noch doppelt so hoch.

Dem Unternehmen Lanxess machen seit längerem neue Wettbewerber, Überkapazitäten und fallende Preise für synthetischen Kautschuk zu schaffen. dpa

Lanxess.

Dem Unternehmen Lanxess machen seit längerem neue Wettbewerber, Überkapazitäten und fallende Preise für synthetischen Kautschuk zu schaffen.

DüsseldorfDer wegen des Preisverfalls im Kautschuk-Geschäft unter Druck geratene Chemiekonzern Lanxess will eine unveränderte Dividende zahlen. Für 2014 sollen die Aktionäre 50 Cent je Aktie erhalten.

„Wir kommen bei der Neuausrichtung gut voran und haben neben einer Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahr nun auch substantiell unsere Verschuldung um rund 400 Millionen Euro abgebaut“, begründete Vorstandschef Matthias Zachert die Ausschüttungspolitik am Dienstag.

Für 2013 hatte Lanxess nach einem Verlust die Dividende auf 50 Cent von zuvor einem Euro halbiert. Die Nettofinanzverbindlichkeiten wurden damals mit 1,7 Milliarden Euro beziffert.

Aktienkultur in Deutschland

Aktienbesitz

Menschen mit Aktieninvestments im Jahr 2014: 8,4 Millionen

Vorjahr: 8,9 Millionen

Anteil der Bevölkerung über 14 Jahren im Jahr 2014: 13,1 Prozent

Vorjahr: 13,8 Prozent

Investitionsarten

Wie die deutschen Aktionäre investiert sind:

4,3 Millionen Menschen besitzen nur Aktienfonds.

1,6 Millionen Menschen besitzen Aktien und Aktienfonds.

2,5 Millionen Menschen besitzen nur Aktien.

Langfristige Entwicklung

Seit 2001 haben rund 4,4 Millionen Menschen dem Aktienmarkt den Rücken gekehrt.

Aktionärsanzahl 2001: 12,8 Millionen

Aktionärsanzahl 2014: 8,4 Millionen

Aktienbesitz nach Altersgruppen

Das Interesse an Aktien hat in den vergangenen Jahren besonders bei den Jüngeren stark nachgelassen.

Anteil der Aktien- und Aktienfondsbesitzer nach Altersgruppen:

20-29 Jährige: 7,2 Prozent (2001: 17,5 Prozent)

30-39 Jährige: 12,1 Prozent (2001: 27,9 Prozent)

40-49 Jährige: 17,2 Prozent (2001: 25,5 Prozent)

50-59 Jährige: 17,1 Prozent (2001: 24,5 Prozent)

60-69 Jährige: 13,6 Prozent (2001: 14,4 Prozent)

Aktienbesitz nach Beruf

Anteil von Aktienbesitzer nach beruflicher Position:

Leitende Angestellte: 28,4 Prozent

Leitende Beamte: 30,1 Prozent

Selbstständige/Freie Berufe: 26,0 Prozent

Sonstige Beamte: 29,5 Prozent

Öffentlicher Dienst: 22,7 Prozent

Sonstige Angestellte: 14,8 Prozent

Rentner/Pensionäre: 12,3 Prozent

Studenten: 4,3 Prozent

Facharbeiter: 8,9 Prozent

Selbstständige Landwirte: 23,5 Prozent

Schüler: 1,9 Prozent

Sonstige Arbeiter: 4,2 Prozent

Auszubildende: 4,6 Prozent

Aktienbesitz nach Einkommen

Menschen mit höherem Einkommen, haben ein höhere Interesse an Aktien.

Anteil von Aktien und Aktienfondsbesitzern nach Nettohaushaltseinkommen:

750-1.250 Euro: 2,5 Prozent

1.250-2.000 Euro: 6,9 Prozent

2.000-3.000 Euro: 24,6 Prozent

3.000-4.000 Euro: 18,5 Prozent

Über 4.000 Euro: 34,3 Prozent

Aktienbesitz nach Bundesländern

Alte Bundesländer: 13,8 Prozent besitzen Aktieninvestments

Neue Bundesländer: 10,3 Prozent besitzen Aktieninvestments

Gesamt: 13,1 Prozent

Lanxess machen seit längerem neue Wettbewerber, Überkapazitäten und fallende Preise für synthetischen Kautschuk zu schaffen. Das Management steuert mit Stellenabbau gegen: Bis 2016 sollen weltweit 1000 der 16.700 Arbeitsplätze wegfallen. Insidern zufolge sucht Zachert zudem nach Partnern für die schwächelnde Kautschuk-Sparte.

2014 erreichten die Rheinländer dank eines Nachfrageschubs im Dezember einen höheren operativen Gewinn als zuletzt noch erhofft. Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) legte um fast zehn Prozent auf 808 (Vorjahr: 735) Millionen Euro zu.

Der weltgrößte Produzent von synthetischem Gummi für die Auto- und Reifenindustrie hatte zuvor befürchtet, das Ergebnis werde eher am unteren Rand der von 780 bis 820 Millionen Euro anvisierten Spanne liegen.


Von

rtr

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