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10.01.2011

11:57 Uhr

Schuldenkrise

Anleger trennen sich von Portugiesischen Bankaktien

Die Schuldenkrise verunsichert die Anleger in Portugal. Banktitel stehen heute deutlich unter Druck. Spekulationen, nach denen Portugal Finanzhilfen der Europäischen Union annehmen sollte, lasten auf den Kursen.

HB LISSABON. Die Nervosität der Anleger wächst: Portugals Schuldenkrise bringt die Bankaktien des Landes kräftig unter Druck. Die Anteilsscheine der wichtigsten Kreditinstitute des südwesteuropäischen Landes gaben am Montag deutlich nach. Die Papiere der größten portugiesischen Bank Millennium bcp sanken im Vormittagshandel um sechs Prozent und notierten zeitweise so niedrig wie nie zuvor.

Die Aktien der zweitgrößten Bank BES gaben 3,7 Prozent ab und kosteten mit 2,56 Euro so wenig wie seit September 2001 nicht mehr, während die Titel der Nummer Drei, der Banco BPI, sich um 4,4 Prozent verbilligten und mit 1,26 Euro den niedrigsten Stand seit 16 Jahren erreichten. "Die Erwartungen, dass Portugal Hilfe des Internationalen Währungsfonds in Anspruch nehmen muss, belasten die Banken", sagte Fincor-Händler Paulo Agostinho. Der Index der Lissaboner Börse PSI 20 gab 1,8 Prozent nach.

Am Wochenende waren Spekulationen aufgekommen, dass in der EU Druck auf Portugal ausgeübt wird, Finanzhilfen in Anspruch zu nehmen. Viele Experten hoffen, dass die Eurokrise dann eingedämmt werden kann, wenn auch Portugal unter den EU-Rettungsschirm schlüpft. Die Regierung in Lissabon hat aber wiederholt bestritten, auf Hilfe von außen angewiesen zu sein. Portugals Banken stecken nicht so sehr in Schwierigkeiten wie etwa die Kreditinstitute Irlands, das Ende vergangenen Jahres den Rettungsschirm in Anspruch nahm. Sie sind bei ihrer Finanzierung aber stark von der Europäischen Zentralbank (EZB) abhängig.

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