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19.02.2015

11:21 Uhr

Schwacher Rubel

Moskauer Börse im Sinkflug

Auch am Donnerstag haben Anleger Geld aus den russischen Märkten gezogen, die Moskauer Börse schwächelt. Auch der Rubel fällt erneut, könnte aber bald auf Unterstützung hoffen.

Der Rubel steht weiterhin schwach da. dpa

Rubel

Der Rubel steht weiterhin schwach da.

FrankfurtAngesichts fallender Ölpreise haben Anleger am Donnerstag wieder Gelder aus den russischen Märkten abgezogen. Der Leitindex RTS der Moskauer Börse fiel um 2,7 Prozent auf 904 Punkte. Auch die russische Währung gab nach. Dollar und Euro verteuerten sich um jeweils gut ein Prozent auf 62,15 und 70,99 Rubel.

Die Ölpreise nahmen angesichts weiter steigender US-Ölvorräte ihre Talfahrt wieder auf: Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 2,5 Prozent. Die schwache Nachfrage nach Russlands wichtigstem Exportgut lastet auf der russischen Wirtschaft. Zudem belastet der anhaltende Ukraine-Konflikt. Dort blieb die Lage unübersichtlich, nachdem die Ukraine den strategisch wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Debalzewe nach tagelangen Kämpfen aufgegeben hatte. Am Donnerstag wollten die Staats- und Regierungschefs der Ukraine, Russlands, Frankreichs und Deutschlands nach Angaben der französischen Regierung telefonisch über einen Ausweg aus der Krise beraten.

Der Euro im Vergleich zu anderen Währungen 2014

Dollar

-11,47 Prozent

Der Euro hat gegenüber dem Dollar deutlich an Boden verloren. Die Wirtschaft der USA brummt und hängt die Konjunktur der Euro-Zone deutlich ab.

Yen

+ 1,26 Prozent

Gegenüber dem Yen hat der Euro zugelegt. Die Bank of Japan flutet den Markt derzeit mit Geld, um die eigene Währung zu schwächen und die Wirtschaft anzukurbeln.

Pfund

- 5,77 Prozent

Brasilianischer Real

- 0,09 Prozent

Australischer Dollar

- 3,44 Prozent

Kanadischer Dollar

- 3,33 Prozent

Norwegische Krone

+ 8,94 Prozent

Schwedische Krone

+ 7,18 Prozent

Schweizer Franken

- 1,95 Prozent

Türkische Lira

- 4,2 Prozent

Rubel

+ 49,47 Prozent

Quelle: Bloomberg

Die russische Währung könnte Strategen zufolge allerdings bald Unterstützung bekommen: Zum Monatsende hin tauschen Exportfirmen einen Teil ihrer in Fremdwährungen erzielten Gewinne in Rubel um, um ihre Steuern in Russland zu zahlen. „Wir rechnen damit, dass Exportfirmen vermehrt Währungsgeschäfte im Vorfeld der Steuerzahlungen kommende Woche abwickeln“, sagte Devisenexperte Maxim Korovin von VTb Capital.

Von

rtr

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