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25.07.2014

13:27 Uhr

Schwaches China-Geschäft

Hugo-Boss-Aktien verlieren

Die schwachen Zahlen des Luxusgüter-Konzerns LVMH haben auch die Wertpapiere von Hugo Boss belastet. Vor allem das China-Geschäft von LVMH läuft derzeit nicht wie gewünscht.

Die Aktien von Hugo Boss haben durch schwache China-Geschäfte von  LVMH um zwei Prozent an Wert verloren. dpa

Die Aktien von Hugo Boss haben durch schwache China-Geschäfte von LVMH um zwei Prozent an Wert verloren.

FrankfurtEnttäuschende Zahlen des weltgrößten Luxusgüter-Konzerns LVMH haben auf den Kurs bei Hugo Boss gedrückt. Die Aktien des Metzinger Unternehmens verbilligten sich um bis zu zwei Prozent. Wegen eines schwächelnden China-Geschäfts wuchs der Umsatz bei LVMH im abgelaufenen Quartal um lediglich drei Prozent. Analysten hatten mit etwa dem Doppelten gerechnet. Der China-Umsatz der Hauptmarke Louis Vuitton ging sogar zurück. Die LVMH-Titel fielen an der Pariser Börse daraufhin um bis zu 7,2 Prozent auf ein Vier-Monats-Tief von 131,10 Euro.

„Die schwachen LVMH-Zahlen und der Nachfrageeinbruch in China, einem auch für die Schwaben wichtiger Markt, trübt die Stimmung für die Boss-Aktie“, sagte ein Börsianer. Auch die Aktien der Rivalen Burberry, Kering und Richemont gaben zwischen 1,9 und 3,7 Prozent nach.

DWS-Prognose: Aktienmärkte

Aktienmärkte: Mehr Volatilität

Insgesamt dürfte es ein solides Jahr an den Finanzmärkten werden. Wir erwarten verhaltene Anstiege an den Kapitalmärkten, wenn auch nicht mehr so deutlich wie 2013. Allerdings rechnen wir mit einer höheren Volatilität.

Anhaltende Niedrigzinsen

Für den Kapitalanleger gilt angesichts des Niedrigzinsumfelds und der finanziellen Repression grundsätzlich: Er muss mehr ins Risiko gehen.

Unternehmensgewinne sind die Kurstreiber

Für die Aktienmärkte sehr optimistisch ist Henning Gebhardt, Head Europe, Middle East and Africa Equities. Er sagt: „In den vergangenen Jahren standen die Aktienmärkte unter dem Einfluss von Risikoaversion und Normalisierung. 2014 dürfte sich dies wandeln. Jetzt dürften die Gewinne der Unternehmen zum Haupttreiber werden. Dies sollte den Börsen in den kommenden zwölf Monaten weiteren Auftrieb geben.“

15 Prozent sind drin

Für die Fortsetzung des Kursanstiegs spreche auch, dass viele Investoren Aktien in ihren Depots immer noch untergewichtet haben. An den meisten Aktienmärkten sollten Renditen von bis zu fünfzehn Prozent erzielbar sein.

Europäische Aktien

An europäischen Aktien führt nach Ansicht der DWS-Experten kein Weg vorbei. Aktien in Europa seien historisch gesehen immer noch sehr günstig.

Solide: Zyklische Konsumgüter und Industrie

Investoren sollten zudem überlegen, auf konjunktursensitive Branchen zu setzen und Aktien aus den Bereichen zyklische Konsumgüter, Industrie und Finanzdienstleistungen über zu gewichten.

Wachstumsprofiteure: Small-Cap-Aktien

Small-Cap-Aktien dürften ebenfalls überdurchschnittlich von dem höheren Wirtschaftswachstum profitieren und sollten daher gegenüber Large-Cap-Papieren die Nase vorne haben. Anleger sollten Aktien zinssensitiver Unternehmen aus den Bereichen Versorger und Basiskonsum tendenziell untergewichten.

Von

rtr

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