Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.02.2015

11:59 Uhr

Schweizer Aktienmarkt

Blackrocks Wette geht auf

Die Schweizer Notenbank hat im Januar die Koppelung des Frankens an den Euro aufgehoben – und damit den Schweizer Aktienmarkt ins Minus gestürzt. Einige Anleger kauften jedoch kräftig nach und fahren jetzt die Ernte ein.

Die Reaktion des Marktes war übertrieben. Jetzt erholen sich Schweizer Aktien vom Kurseinbruch. dpa

Schweizer Aktien im Aufwind

Die Reaktion des Marktes war übertrieben. Jetzt erholen sich Schweizer Aktien vom Kurseinbruch.

ZürichDie Schweizer Börse SMI hat sich von ihrem Tief im Januar um 9,5 Prozent erholt, während am Aktienmarkt wieder Ruhe einkehrte. Der VSMI-Index, der die Volatilitätserwartung für diesen Aktienmarkt abbildet, ist seit dem Höhepunkt vom Januar – als die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre Franken-Deckelung kippte – um 42 Prozent gefallen. Nun zahlen die Händler für Optionen auf SMI-Kursgewinne so viel wie seit einem Jahr nicht mehr, im Verhältnis zu den pessimistischen Kontrakten.

Anleger wie Blackrock und Bank J. Safra Sarasin reiten die Erholungswelle, die von der Zuversicht getragen wird, dass die Unternehmen mit dem starken Franken umgehen können – weil die Vermögensverwalter zukauften, als es bergab ging.

Die Schweizer Unternehmen passten sich schnell an: Swatch erhöhte die Preise, Julius Bär senkte die Kosten und Credit Suisse meldete ein positives Handelsergebnis, nachdem die SNB die Franken-Deckelung aufgegeben hatte. Der Franken, der daraufhin in die Höhe geschossen war, baute einen Teil seine Gewinne wieder ab - dank der Bereitschaft der SNB zu Interventionen.

Die goldenen Regeln des Value-Investors Warren Buffett

Gezielt auswählen

Konzentrieren Sie Ihre Investments auf herausragende Unternehmen, die von einem starken Management geleitet werden.

Weniger ist mehr

Beschränken Sie sich auf Unternehmen, die Sie wirklich verstehen können. Zehn bis 20 sind in Ordnung, ab 20 ist Ärger vorprogrammiert.

Viel auf Wenige setzen

Suchen Sie sich unter Ihren guten Unternehmen die besten aus und stecken Sie den größten Teil Ihrer Investments in diese.

Langfristig denken

Denken Sie langfristig: mindestens fünf bis zehn Jahre.

Keine Panik

Volatilität kommt vor. Bleiben Sie dran.

Quelle: Robert G. Hagstrom, "Warren Buffett. Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.", Börsenbuchverlag 2011.

„Die Reaktion war zu der Zeit zu extrem gewesen – dies sind gute Unternehmen mit soliden Grundlagen“, sagte Francois Savary, Investmentchef von Reyl & Cie., in London. „Die Anleger unterschätzen, wie stark große Schweizer Firmen ihre Währungsrisiken abgesichert haben. Das stellt einen guten Einstiegszeitpunkt für Käufer dar.“

Die Ankündigung der SNB vom 15. Januar hatte den Franken gegenüber dem Euro um bis zu 41 Prozent aufwerten lassen. Das schürte die Besorgnis, die starke Währung könnte die Gewinne der Exporteure schmälern - was den SMI innerhalb von zwei Tagen einen Rekordeinbruch von 14 Prozent bescherte. Am 13. Januar hatte der SMI noch das höchste Niveau seit 2007 erreicht.

In diesem Monat haben alle bis auf vier im SMI notierten Unternehmen einen Kursgewinn verzeichnet. Swatch, dessen CEO den SNB-Beschluss als einen „Tsunami“ für die Exportbranche bezeichnet hatte, erhöhte die Preise mehrerer Uhrenmarken um bis zu zehn Prozent. Julius Bär kündigte den Abbau von 200 Stellen sowie Kostensenkungen um 100 Millionen Franken an. Die Aktien beider Unternehmen haben in diesem Monat mehr als 16 Prozent zugelegt.

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Franz Giegl

19.02.2015, 13:48 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Christian Harten

19.02.2015, 14:00 Uhr

@ Herr Giegl

Herr Christian Harten

19.02.2015, 14:02 Uhr

@ Herr Giegl ich verstehe ihren Unmut. Dennoch ist es ein Unding wie sehr Sie auch in anderen Kommentaren immer wieder das "Finanzjudentum" als das oberste Uebel abtun. Diese antisemitsche Einstellung ist inakzeptabel

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×