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22.07.2013

19:26 Uhr

Schweizer Bank

UBS-Aktien steigen nach Quartalszahlenstark an

Es sind gute Zeiten für die größte Bank der Schweiz: Für das zweite Quartal erwartet die UBS einen Reingewinn von rund 690 Millionen Franken. Auf die Zahlen reagierten die Aktien dem stärksten Plus seit April.

Die UBS teilte zugleich mit, im Rechtsstreit mit der Federal Housing Finance Agency (FHFA) eine grundsätzliche Einigung erreicht zu haben. Reuters

Die UBS teilte zugleich mit, im Rechtsstreit mit der Federal Housing Finance Agency (FHFA) eine grundsätzliche Einigung erreicht zu haben.

FrankfurtMit einem Anstieg von bis zu 4,2 Prozent und damit dem stärksten Plus seit April 2013 haben die Aktien der UBS AG auf die Vorlage der Quartalszahlen reagiert. Am Abend gingen die Titel mit einem Plus von 2,5 Prozent bei 18,05 Franken aus dem Schweizer Handel.

„Hervorzuheben sind die verbesserte Kapitalbasis und die Zuflüsse im Bereich der Vermögensverwaltung“, sagte Christopher Wheeler, Analyst der Mediobanca SpA in London.

Die größte Bank der Schweiz erwartet für das zweite Quartal einen Reingewinn von rund 690 Millionen Franken. Der operative Vorsteuergewinn dürfte bei rund 1,02 Milliarden Franken liegen, gab die UBS am Montag im Rahmen ihrer vorläufigen Ergebnisse in Zürich bekannt. Die Basel-III-Kernkapitalquote werde sich voraussichtlich deutlich erhöhen und bei rund 11,2 Prozent auf vollständig umgesetzter Basis sowie bei 16,2 Prozent auf Basis der stufenweisen Umsetzung liegen.

Die zehn wichtigsten Aktien-Regeln

Eigene Strategie festlegen

Gegen die größer werdenden Unwägbarkeiten sollte man sich zuallererst mit einer Strategie wappnen: Wer an kräftiges Wachstum in Deutschland glaubt, an einen anhaltenden Boom der Schwellenländer und hohen privaten Konsum, kann weiter am Aktienmarkt investieren. Wer skeptisch ist, sollte seine Bestände hingegen nicht aufstocken.

Widerstandskraft zeigen

Eng verbunden mit der ersten Regel: Immer wieder kommt es vor, dass sich Dinge anders entwickeln, als man erwartet hat. Es ist wichtig, sich selbst immer wieder zu hinterfragen und nicht jeder Entwicklung hinterherzulaufen. Eine solche Reaktion zeugt nicht von einem geringen Vertrauen in die eigene Strategie. Es kostet meist auch Geld, weil die Masse schon vorher diese Richtung eingeschlagen und das Gros an Rendite eingefahren hat.

Richtig mischen

Groß oder klein, spekulativ oder konservativ, liquide oder illiquide, dividendenstark oder dividendenschwach, Substanz oder Wachstum: Bei Aktien ist die Auswahl riesig. Der richtige Mix aus spekulativen und konservativen Titeln hilft, Schwankungen zwischen guten und schlechten Zeiten auszugleichen. Nicht zu unterschätzen sind starke Dividendenzahler, die Jahr für Jahr den Grundstock für eine solide Rendite legen.

Barrieren einbauen

Keine Frage, die Börsen haben in den vergangenen zehn Jahren stärker geschwankt als in allen Dekaden zuvor. Das wird so bleiben, mit wachsendem Computerhandel sogar noch zunehmen. Wer sein Risiko minimieren will, baut Barrieren ein – sogenannte Stopps. Gerne werden Stopps bei 20 Prozent über und unterhalb des aktuellen Kurses gewählt. Dann wird automatisch verkauft, wenn diese Grenzen erreicht sind. Kommt eine Phase überraschend steigender Kurse mit anhaltendem Aufwärtstrend, lässt sich die Barriere leicht nach oben verschieben. Wichtig ist dann, auch die Barriere am unteren Ende nachzuziehen.

Herdentrieb beobachten

Wichtig in Phasen überraschender Kurssteigerungen oder -stürze ist es, das Verhalten der Masse zu beobachten. Ist es noch nachvollziehbar oder völlig irrational? Häufig ist es irrational. Dann hilft meist die zweite Regel: Widerstandskraft zeigen. Nach einigen Monaten kehrt die Rationalität von ganz allein zurück. Der Kurssturz aus dem vergangenen Jahr und die jüngste Entwicklung beweisen das gerade wieder.

Risiko rausnehmen

Sind Aktien wie seit Jahresbeginn schon um 30, 40 oder gar 50 Prozent gestiegen, dann sind Anschlussgewinne in der Regel nur noch schwer zu erzielen. Phrasenverdächtig ist zwar die alte Weisheit: „An Gewinnmitnahmen ist noch niemand zugrunde gegangen.“ Richtig ist sie trotzdem.

Insidern folgen

Firmenchefs haben einen gewaltigen Vorteil gegenüber normalen Aktionären. Sie wissen weit mehr als jeder Analyst oder Kommentator, wie es in ihrem Unternehmen aussieht. Insider nennt man sie deshalb. Sie melden ihre Orders innerhalb von fünf Handelstagen an die Börsenaufsicht Bafin. Das Handelsblatt veröffentlicht alle zwei Wochen das sogenannte Insider-Barometer, das aus der Summe aller Kauf- und Verkaufsorders Schlüsse für den weiteren Verlauf in Dax & Co. zieht. Jüngste Tendenz: Vorstände und Aufsichtsräte verkaufen mehr als sie kaufen. Vorsicht also!

Geopolitische Ereignisse beachten

Terroranschläge und Naturkatastrophen kommen unerwartet. Politische Konflikte wie zwischen Israel und dem Iran schwelen meist länger. Auch entscheidende Wahlen sind vorhersehbar und haben immer Einfluss auf die Börse. Dabei gilt generell: Wahljahre sind gute Börsenjahre.

Auf reale Werte setzen

Mit Optionsscheinen oder Bonus-Zertifikaten lässt sich zwar aus einem Aufwärtstrend ein noch größerer Profit schlagen. Dies sind jedoch in der Regel Wetten ohne realen Hintergrund. Aktien sind reale Werte.

Moden misstrauen

Vor allem Aktien einzelner Branchen unterliegen immer wieder gewissen Moden. Doch die wechseln wie im realen Leben, und manchmal geht das schneller, als man denkt. Das bekommt gerade die einst angesehene Solarenergie-Branche bitter zu spüren.

Die UBS teilte zugleich mit, im Rechtsstreit mit der Federal Housing Finance Agency (FHFA) eine grundsätzliche Einigung erreicht zu haben. In dem Fall geht es um hypothekenbesicherte Papiere (RMBS), die zwischen 2004 und 2007 angeboten wurden. Die Aufwendungen dafür seien durch frühere Rückstellungen und die im zweiten Quartal gebildeten gedeckt, heißt es in der Mitteilung.

Die UBS wird im 2. Quartal insgesamt 865 Mio. Franken an Kosten für Rechtsfälle sowie sonstige Rückstellungen und Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte berücksichtigen.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

22.07.2013, 20:44 Uhr

Leider aus aktuellen Anlässen mal wieder Off-topic!

Wie andere Leser auch, würde ich ja gerne meinen sicherlich wertvollen Beitrag zum ewigen "Friedensprozeß" im Nahen Osten leisten - aber immer wenn ein Artikel mit dem Thema Israel oder Palästinenser auftaucht, dann ist leider die Kommentarzeile GESPERRT (und oft auch bei anderen Themen).

Der werte Chefredakteur schreibt:"Handelsblatt Online ist eines der wenigen großen Wirtschaftsmedien, bei denen Kommentare erwünscht sind. Ich möchte es Ihnen möglichst leicht machen, Ihre Meinung hier niederzuschreiben, denn wir bei Handelsblatt Online sehen uns als Plattform für Diskussionen."

Das ist im Prinzip äußerst erfreulich. Leider aber nur im Prinzip. Sobald der Redaktion ein Thema oder die erwarteten Meinungen der Leser UNANGENEHM sind bzw. von der ungeschriebenen Staatsdoktrin abweichen könnten, ist Schluß mit lustig.
Was das noch mit Meinungsfreiheit zu tun hat - außer als Simulation davon - ist mir schleierhaft.

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