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14.04.2016

16:39 Uhr

Scout24-Börsengang

Telekom und Finanzinvestoren machen nochmals Kasse

Zwölf Millionen verkaufte Aktien über Nacht – und rund 360 Millionen Euro Einnahmen: Ein halbes Jahr nach dem Börsengang von Scout24 haben die Großaktionäre erneut Anteile verkauft. Überraschend kam der Schritt nicht.

Mit Marktplätzen für Autos, Immobilien und andere Güter wurde Scout24 bekannt. dpa

Scout24

Mit Marktplätzen für Autos, Immobilien und andere Güter wurde Scout24 bekannt.

FrankfurtDie Deutsche Telekom und die anderen Großaktionäre von Scout24 haben gut sechs Monate nach dem Börsengang des Online-Kleinanzeigenportals nochmals Kasse gemacht. Über Nacht warfen sie zusammen zwölf Millionen Scout24-Aktien auf den Markt und nahmen damit 360 Millionen Euro ein, wie die beauftragte Investmentbank Credit Suisse am Donnerstag mitteilte.

Die Aktien wurden zu je 30 Euro an den Mann gebracht – zum gleichen Preis, zu dem sie auch beim Börsengang im Herbst verkauft worden waren. Er lag 4,8 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch. Am Donnerstag gab die im Kleinwerteindex SDax notierte Scout24-Aktie um 2,4 Prozent auf 30,75 Euro nach.

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Die Platzierung kam nicht überraschend. Die Großaktionäre hatten sich verpflichtet, ihre Beteiligung ein halbes Jahr zu halten. Die Telekom hält nun noch 10,9 Prozent an Scout24. Bei der Platzierung flossen ihr nochmals 79 Millionen Euro zu, nachdem sie beim Börsengang Aktien für 400 Millionen verkauft hatte. Die US-Finanzinvestoren Blackstone und Hellman & Friedman erlösten mit dem Übernacht-Verkauf 280 Millionen Euro. Sie sind nun noch mit 39,9 Prozent an Scout24 beteiligt.

Insgesamt halten die Großaktionäre damit noch gut die Hälfte der Scout24-Aktien. Der Streubesitz, der für die Zugehörigkeit der Aktie zu einem der großen Börsenindizes wichtig ist, steigt mit der Platzierung um elf Prozentpunkte.

Von

rtr

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