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22.03.2016

14:32 Uhr

Senvion

Mit Mühe aufs Börsenparkett

Am Mittwoch will der Windanlagenbauer Senvion sein Börsendebüt feiern. Nachdem das Unternehmen den Börsengang bereits abgeblasen hatte, muss es im zweiten Versuch den Ausgabepreis für seine Aktien deutlich senken.

Der Hamburger Windanlagenbauer Senvion geht an die Börse. dpa

Windpark in der Nordsee

Der Hamburger Windanlagenbauer Senvion geht an die Börse.

MünchenDem Hamburger Windanlagenbauer Senvion ist der Sprung an die Börse nur mit Mühe gelungen. Nach deutlichen Zugeständnissen an die Investoren kann das Unternehmen am Mittwoch im zweiten Anlauf sein Debüt an der Frankfurter Börse feiern. Doch Senvion musste seine Aktien billiger verkaufen als geplant. Zudem wurde das Emissionsvolumen verkleinert, nachdem die Investoren im ersten Anlauf nicht angebissen hatten.

Senvion platzierte 18,7 Millionen Aktien am unteren Ende der Preisspanne, zu je 15,75 Euro. Die Eigener, die Finanzinvestoren Centerbridge und Arpwood, sammelten mit 294 Millionen Euro nicht einmal halb so viel ein wie ursprünglich geplant. Der Konzern wird nun mit 1,02 Milliarde Euro bewertet - so viel hatten beiden Finanzinvestoren im vergangenen Jahr für die Übernahme des Windanlagenbauers vom indischen Suzlon -Konzern gezahlt. Aktionäre können „in absehbarer Zeit“ nicht mit Dividenden rechnen, wie es im Emissionsprospekt hieß.

Dennoch zogen sie den Börsengang durch: Ihnen sei es darum gegangen, die Unabhängigkeit von Suzlon zu zeigen. Centerbridge und Arpwood kommen zusammen nun noch auf 71 Prozent der Anteile. Eigentlich wollten sie knapp die Hälfte von Senvion an die Börse bringen. Mit der Börsennotierung haben sie nun aber die Chance, weitere Aktien am Markt zu platzieren, wenn der Kurs nach der Erstnotiz steigt. In den ersten sechs Monaten müssten sie dafür die Emissionsbanken fragen.

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Der Windanlagenbauer hatte seinen ursprünglich für vergangenen Freitag geplanten Börsengang wegen der schwachen Nachfrage zunächst abgesagt. Am Montag nahm Senvion das Vorhaben wieder auf und machte dabei deutliche Zugeständnisse an die Investoren.

Centerbridge und Arpwood hatten die ehemalige Repower 2015 für rund eine Milliarde Euro vom indischen Suzlon -Konzern übernommen, der unter einem hohen Schuldenberg ächzte. Mit weltweit 3.900 Mitarbeitern macht Senvion sein Geschäft vor allem in Europa.

Der Windanlagenbauer ist aber auch in den USA, Australien und Kanada aktiv und dringt gerade wieder in Schwellenländer vor, wo das Unternehmen unter der Ägide von Suzlon nicht vertreten war.

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