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18.08.2015

04:33 Uhr

Shared Mobility

Warum sich die Tesla-Aktie verdoppeln soll

VonAxel Postinett

Die neue Welt der selbstfahrenden Autos soll nur einer beherrschen: Tesla. Deshalb wird sich die Aktie noch mal fast verdoppeln, erwartet Morgan Stanley. Auch, weil Tesla das nächste Uber werden soll.

Der Elektroauto-Pionier steigt beim Rennen um autonome Autos ein. Reuters

Tesla

Der Elektroauto-Pionier steigt beim Rennen um autonome Autos ein.

San FranciscoNicht Google, nicht Apple, nicht Ford und nicht Uber: Wenn es um die Vorherrschaft in einer Transportwelt der vernetzten, selbstfahrenden Autos geht, dann sei Tesla „einzigartig“ aufgestellt, um diesen Markt zu beherrschen. Und wer glaubt, dass die Aktie des Unternehmens, das noch tief in den roten Zahlen steckt, schon jetzt unglaublich hoch bewertet ist, der wird sich ungläubig die Augen reiben: Kostete die Aktie am Montag 254,99 Dollar und 4,8 Prozent mehr als Freitag, hebt Morgan Stanleys das Kursziel von 280 Dollar auf 465 Dollar an. Das wären 91 Prozent mehr als der Freitagsschlusskurs.

Was führt zu dem Optimismus? Selbstfahrende Autos sind ein heißes Thema von Stuttgart bis Mountain View: „Angesichts der Entwicklungsgeschwindigkeit dieser Technologie bei Tesla und Wettbewerbern“, zitiert „Market Watch“ des Wall Street Journals die Analysten, „wären wir nicht überrascht, wenn Tesla in den kommenden zwölf bis 18 Monaten einen Businessplan zu ‚shared mobility‘ vorlegen wird“.

Mit shared mobility ist die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen durch mehrere Personen gemeint, die nicht unbedingt familiär verbunden sind oder im selben Haushalt wohnen. Ein selbstfahrendes Auto kann zum Beispiel in Zukunft erst die Kinder zur Schule bringen, zurückfahren, die Eltern zur Arbeit fahren und später die Großmutter zum Abendessen abholen.

Shared Mobility beginnt aber schon früher: Pionier ist hier Ford. Mark Fields, der Chef des Autokonzerns, verkündete im Juni in San Francisco den Start eines Pilotprojekts aus Car-Sharing und Autofinanzierung. Bei „Peer-To-Peer-Car sharing“ können Kunden, die ihr Fahrzeug über Ford finanzieren, es mit anderen, vorher von Ford überprüften, Kunden teilen. „Auf diese Weise“, so Fields, „können unsere Kunden sparen und etwas Geld verdienen.“

Das ist direkte Konkurrenz zu Car-Sharing-Diensten wie etwa „Zip-Car“ in San Francisco. Zunächst wurden 14.000 Kunden in sechs US-Städten und in London angesprochen. Das Ganze funktioniert auf Basis einer Smartphone-App, die anzeigt, wo ein Ford-Kunde ein Auto anbietet.

Kommentare (4)

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A. Leitner

18.08.2015, 08:23 Uhr

Ich denke die Verdopplung ist wohl nur ein kurzfristiges Ziel auf Sicht von einem Jahr, nach einigen Aktiensplits auf Sicht von fünf bis zehn Jahren sind es wohl Vervielfachungen von 10 und mehr.

Interessant übrigens das oben eingeblendete Umweltranking. Erstens fehlt Tesla, das mit 0 g CO2/km wohl eindeutig Platz 1 belegen würde. Aber zweitens fällt auf, dass nur ein einziger deutscher Autobauer unter den Top 10 liegt, auf Platz 8 VW. Traurig, traurig.

Account gelöscht!

18.08.2015, 09:02 Uhr

Das "selbst fahrende Auto" braucht sehr viel Elektronik und damit sehr viel Strom. Außerdem nimmt damit das Gesamtgewicht des Auto zu. Die Reichweite des Tesla wird somit noch geringer und das Auto wird immer anfälliger gegen Elektronikausfälle. Hitze und Kälte wird dem "selbst fahrenden Uber Tesla" sehr stark zu schaffen müssen. Tesla ist einfach ein steuerfinanziertes und beruht auf marktfeindlichen Gesetzen.

A. Leitner

18.08.2015, 09:20 Uhr

Ich glaub durch ein Software-Update wird das Gewicht des Autos nicht zunehmen :)

Steuerfinanziert und marktfeindlich ? :) durch die Verschrottungsprämie wurden die Autobauer in Deutschland aber nicht zu steuerfinanzierten, marktfeindlichen Unternehmen und durch die Supersubventionierung von Diesel auch nicht ? :)

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