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10.01.2007

15:08 Uhr

Siegeszug des Entry Standards

Zahl der Kleinemissionen soll 2007 weiter zunehmen

Der Wandel am Markt für deutsche Aktienneuemissionen (IPO), der bereits im abgelaufenen Jahr festzustellen war, dürfte sich in diesem Jahr noch einmal verstärken. Davon gehen führende Köpfe aus dem Bereich IPO-Beratung und von Investorenseite aus. So soll beispielsweise die Zahl der Emissionen im Eingangssegment der Börse, dem Entry Standard, weiter steigen

ert / scc FRANKFURT. In der Jahresabrechnung für 2007 sollen sie deutlich mehr als die Hälfte aller Emissionen ausmachen, glaubt Wolfgang Blättchen von der Leonberger IPO-Beratung Blättchen & Partner. Im abgelaufenen Jahr gingen 37 der insgesamt 76 Emissionskandidaten in den Entry Standard.

Weiter zunehmen werden demnach auch die reinen Notierungsaufnahmen, auch „IPO-light“ genannt. Dabei machen kleine Aktiengesellschaften ihre Papiere lediglich an der Börse handelbar, ohne damit eine Kapitalerhöhung und frisches Geld für das Unternehmen zu verknüpfen. 109 solcher Listings gab es im vergangenen Jahr und damit deutlich mehr als Börsengänge im herkömmlichen Sinn.

Etwas mehr Interesse als zuletzt dürften in diesem Jahr die Privatanleger zeigen. „An den meisten von ihnen ist das sehr gute IPO-Jahr 2006 so gut wie vorbeigegangen,“ sagt Marc Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Allein deswegen werden viele die nächsten Börsengänge mit deutlich größerem Interesse verfolgen.

Doch auch die institutionellen Investoren versprechen sich in diesem Jahr wieder etliche interessante Investments. „Wichtig wird dabei das Börsenumfeld sein“, schränkt jedoch Henning Gebhardt ein, Leiter Deutsche Aktien und Europäische Nebenwerte bei der Fondsgesellschaft DWS. Wenn das Börsenumfeld umschlägt, dann greifen sofort die gängigen Mechanismen wie stark nachlassendes Anlegerinteresse, sehr niedrige Preisvorstellungen der Investoren und eventuell sogar Absagen von einer ganzen Reihe von Emissionen. Da die Mehrzahl der Analysehäuser jedoch mit weiter steigenden Kursen rechnet, besteht hier seiner Ansicht nach vorerst keine Gefahr.

Vom intakten Börsenumfeld wird auch abhängen, wie viele der für die Gesamtbeurteilung eines IPO-Jahres wichtige große Emissionen mit einem Volumen von über 100 Mill. Euro kommen werden. IPO-Berater Blättchen rechnet mit rund 20 davon und damit etwa mit der Größenordnung wie im abgelaufenen Jahr.

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