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12.11.2013

10:19 Uhr

Siemens-Aktie im Fokus

Der Kaeser-Effekt

Quelle:Börse am Sonntag

Seit 100 Tagen leitet Joe Kaeser die Geschicke bei Siemens. Mit Erfolg. Denn der Neue hat das Programm „Siemens 2014“ ausgerufen, deutliche Korrekturen sind seitdem erkennbar. Der Aktienkurs hat kräftig zugelegt.

Der Aktienkurs von Siemens hat um rund 15 Prozent zugelegt. dpa

Der Aktienkurs von Siemens hat um rund 15 Prozent zugelegt.

München Joe Kaeser, der Niederbayer an der Spitze des Technologiereisen, fährt eine etwas andere Taktik als sein Vorgänger Peter Löscher. Um das Risiko zu vermeiden, dass Erwartungen enttäuscht werden, proklamiert er lieber niedrige Zielsetzungen, denen er dann tatsächlich auch gerecht werden kann. In dieser Woche bescherte der Konzern seinen Aktionären große Freude durch positive Nachrichten und die damit einhergehenden Kurszuwächse. Bei unter 93 Euro am Anfang der Woche gestartet, hat sich die Aktie nun auf über 96 Euro katapultiert.

Die wesentlichen Gründe dafür sind dreierlei: Erstens konnte Siemens das im abgelaufenen Geschäftsjahr zweimal nach unten korrigierte Gewinnziel leicht übertreffen. Am Donnerstag veröffentlichte das seit 1847 existierende Unternehmen die Zahlen des vierten Quartals und präsentierte einen Gewinn von 4,2 Milliarden Euro. Das sind 200 Millionen Euro über dem revidierten Gewinnziel. Kaeser spricht von einem soliden Ergebnis nach einem bewegten Geschäftsjahr 2013.

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In der Tat hatte Siemens im letzten Jahr einige Herausforderungen zu bewältigen. Der Konzern kämpfte sowohl mit einer Menge Altlasten als auch mit neuen Baustellen. Zweitens kündigte Siemens große Aktienrückkäufe an. Bis zu vier Milliarden Euro will Kaeser dafür in den nächsten zwei Jahren ausgeben. Eine gute Nachricht - wie so häufig bei Aktienrückkäufen - zu steigenden Kursen führt.

Und genau das ist wohl auch das Ziel dieser Rückkaufaktion. Siemens signalisiert dadurch, dass sich die Gewinnaussichten verbessert haben. Drittens kündigt Siemens Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung an. Schon im vergangenen Geschäftsjahr wurden für das laufende Sparprogramm „Siemens 2014“ und den dazugehörigen Stellenabbau 1,3 Milliarden Euro ausgegeben. Das Sanierungsprogramm hatte bereits Kaesers Vorgänger Peter Löscher initiiert um den Renditeschwund zu beenden.

Nach Abschluss des Programms soll es 15.00 Stellen weniger geben, 5.000 davon in Deutschland. Aktuell sind rund 367.000 Mitarbeiter beschäftigt. Analysten reagierten auf die jüngsten Nachrichten ebenfalls überwiegend positiv. In einer Studie vom Donnerstag belässt der Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel die Einstufen auf „Hold“ mit einem Kursziel von 96 Euro. Zwar habe der Sektorgewinn nur im Rahmen der Erwartungen gelegen, doch Siemens habe Einmalbelastungen aus den Umstrukturierungen früher verbuchen können als zunächst angenommen.

Kommentare (2)

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HofmannM

12.11.2013, 11:36 Uhr

Wichtig ist es und war es für Siemens, die hoch subventionsabhängige (nicht marktfähige) sog. Erneuerbare Energiestrategie (Windkraft,Solarkraft,Biomasse usw.) zu den Büchern gelegt zu haben. Siemes muss sich damit wieder verstärkt den Kraftwerken zu wenden. Und hier ist die Speerspitze der Hochtechnologie die Kernkrafttechnik zu benennen. Uran und Thorium sind die Energieträger die für Innovattion, Wirtschaftlichekeit und Fortschritt stehen!

Account gelöscht!

12.11.2013, 13:05 Uhr

Und was machen die nun mit der anderen Hälfte des OFK, auch Lehmschicht genannt?
Sind die auf einmal wieder voll dabei, sozusagen Unternehmer im Unternehmen? Oder sitzen die weiter im LA-Eckzimmer und fragen sich, welcher neue Dienstwagen nun bestellt werden soll?

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