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06.03.2012

21:30 Uhr

Siemens Enterprise Communications

Siemens-Beteiligung will an die Börse

Der Firmennetzwerkbauer SEN will noch in diesem Jahr an die Börse. Das Unternehmen favorisiert dabei eine Notierung in den USA. Für 2012 plant der Konzern außerdem eine Umsatzsteigerung von drei bis sechs Prozent.

Ein SEN-Werk in Leipzig. Das Unternehmen will an die Börse. dpa

Ein SEN-Werk in Leipzig. Das Unternehmen will an die Börse.

HannoverDer Firmennetzwerkbauer Siemens Enterprise Communications (SEN) will noch in diesem Jahr den Sprung an die Börse wagen. „Wir bereiten einen IPO für Ende dieses Jahres vor“, sagte SEN-Chef Hamid Akhavan am Dienstag auf der Computermesse CeBIT der Nachrichtenagentur Reuters. Entscheidend sei das Marktumfeld.

Wenn die Börsen sich verschlechterten, könne das Kapitalmarktdebüt auch verschoben oder abgeblasen werden. „Wir stehen nicht unter Druck“, betonte er. Bevorzugt werde eine Notierung in den USA, da Technologietitel dort stärker beachtet würden.

„Wir wollen nicht an die Börse gehen, um zusätzliches Kapital aufzunehmen“, sagte Akhavan. „Wir könnten die Aktien als Akquisitionswährung einsetzen.“ Der SEN-Chef geht davon aus, dass die beiden Anteilseigner, der US-Finanzinvestor Gores und Siemens, nur eine Minderheit an dem Unternehmen platzieren wollen.

SEN gehört mehrheitlich dem US-Finanzinvestor Gores, Siemens hält einen Anteil von 49 Prozent. Bei dem Münchner Technologiekonzern war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Siemens hatte die Mehrheit an dem seinerzeit verlustreichen Telefonanlagenbauer im Sommer 2008 an die Beteiligungsgesellschaft verkauft. Große Konkurrenten von SEN sind Konzerne wie Cisco oder Avaya.

Nach Aussage von Akhavan ist der Turnaround des jahrelang kriselnden Unternehmens weitgehend gelungen. Im Geschäftsjahr 2010/2011, das bis Ende September lief, sei bei 2,1 Milliarden Euro Umsatz ein Überschuss von 65 Millionen Euro erzielt worden. Im laufenden Jahr sollte der Überschuss zweistellig wachsen. Der Umsatz dürfte um drei bis sechs Prozent zulegen.

Akhavan ist schon seit mehr als einem Jahrzehnt in der Telefonbranche tätig. Bevor er Anfang 2010 die Leitung von SEN übernahm, war er bei der Deutschen Telekom Vorstand für das Tagesgeschäft.

Von

rtr

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