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01.10.2014

11:14 Uhr

Sportartikelkonzern

Adidas will Anleger mit Aktienrückkauf verwöhnen

Die Aktionäre von Adidas sollen mit einem milliardenschweren Aktienrückkauf versöhnlich gestimmt werden. Dafür will der Sportartikelhersteller bis Ende 2017 bis zu 1,5 Milliarden Euro ausgeben.

Sportartikelhersteller Adidas will Aktien zurückkaufen. AFP

Sportartikelhersteller Adidas will Aktien zurückkaufen.

MünchenDer Sportartikelhersteller Adidas will seine zuletzt etwas gebeutelten Aktionäre mit einem milliardenschweren Rückkaufprogramm besänftigen. In den nächsten drei Jahren sollen Anteile im Wert von insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro zurückgekauft werden, wie das Dax-Unternehmen am Mittwoch in Herzogenaurach mitteilte. Zugleich kündigte Adidas die Platzierung von zwei Anleihen in Höhe von insgesamt einer Milliarde Euro an, deren Erlös zum Teil für die Finanzierung des Rückkaufprogramms verwendet werden soll. Die Börse reagierte freudig: Die Papiere zogen am Vormittag um 3,7 Prozent an.

Zuletzt waren die Aktionäre des Nike-Rivalen eher mit schlechten Nachrichten konfrontiert. So hatte Vorstandschef Herbert Hainer im Juli die Gewinnziele des weltweit zweitgrößten Sportartikelkonzerns wegen Problemen in Russland und im Golf-Geschäft deutlich zurechtstutzen müssen und damit die Anleger geschockt. Zudem verlor die Aktie seit Jahresbeginn massiv an Wert.

Welche Produkte gefährliche Chemikalien enthielten

Adidas – Fußballschuhe

10 Paar Adidas-Fußballschuhe getestet
perfluorierte Chemikalien (PFC): gefunden in 8 Paaren
Nonylphenolethoxylate (NPE): gefunden in 9 Paaren
Phthalate: gefunden in 10 Paaren
Dimethylformamid (DMF): gefunden in 10 Paaren

Nike – Fußballschuhe

10 Paar Nike-Fußballschuhe getestet
PFC: gefunden in 8 Paaren
NPE: gefunden in 7 Paaren
Phthalate: gefunden in 10 Paaren
DMF: gefunden in 10 Paaren

Puma – Fußballschuhe

1 Paar Puma-Fußballschuhe getestet
PFC: gefunden in 1 Paar
NPE: gefunden in keinem Paar
Phthalate: gefunden in 1 Paar
DMF: gefunden in 1 Paar

Adidas – Torwarthandschuhe

2 Paar Adidas-Torwarthandschuhe getestet
PFC: gefunden in 1 Paar
NPE: gefunden in 1 Paar
Phthalate: gefunden in 1 Paar

Nike – Torwarthandschuhe

1 Paar Nike-Torwarthandschuhe getestet
PFC: gefunden in 1 Paar
NPE: gefunden in keinem Paar
Phthalate: gefunden in 1 Paar

Puma – Torwarthandschuhe

1 Paar Puma-Torwarthandschuhe getestet
PFC: gefunden in keinem Paar
NPE: gefunden in 1 Paar
Phthalate: gefunden in 1 Paar

Adidas – Fußballshirts

3 Fußballshirts von Adidas getestet
NPE: gefunden in 1 Paar
Phthalate: gefunden in 3 Paaren

Nike – Fußballshirts

4 Fußballshirts von Nike getestet
NPE: gefunden in keinem Paar
Phthalate: gefunden in 2 Paaren

Adidas – Fußball

1 Adidas-Fußball getestet
NPE: gefunden in 1 Paar
Phthalate: gefunden in keinem Paar

DMF: gefunden in keinem Paar

Quelle
Fanschminke aus China

Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sollten beim Schminken in Schwarz-Rot-Gold auf die Herkunft der Farbe achten. „Produkte, auf denen als Herkunftsland China draufsteht, sollten Verbraucher lieber meiden“, sagt Manfred Edelhäuser vom baden-württembergischen Verbraucherschutzministerium. Kontrolleure in Baden-Württemberg hatten zuvor bei Überprüfungen von schwarz-rot-goldener Fanschminke alle 14 Stichproben beanstandet; die Produkte dürfen nicht weiter verkauft werden. Vor allem neun Proben, die überwiegend aus China stammten, fielen den Experten laut Ministerium negativ auf: Darin entdeckten sie den Farbstoff Lackrot. Dieser ist in der EU bereits seit 1993 verboten, weil er unter dem Verdacht steht, krebserregend zu sein.


Nun betreibt Adidas mit dem Rückkaufprogramm Kurspflege und verwöhnt seine Investoren, da die auf dem Markt verbleibenden Aktien durch die Verknappung des Angebots zulegen dürften. „Wir halten unsere Aktien derzeit für deutlich unterbewertet“, betonte Finanzvorstand Robin Stalker. Der Aktienrückkauf soll die Dividendenpolitik des Konzerns, jährlich zwischen 20 und 40 Prozent des auf Anteilseigner entfallenden Gewinns auszuschütten, ergänzen.

Zugleich nutzt Adidas das extrem günstige Zinsniveau und holt sich mit zwei Anleihen frisches Geld ins Haus. Die Bonds haben eine Laufzeit von sieben und zwölf Jahren; der Erlös soll „für allgemeine Unternehmenszwecke“ wie die Rückzahlung von Verbindlichkeiten oder die Finanzierung des Aktienrückkaufprogramms verwendet werden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Uwe Warschkow

01.10.2014, 12:26 Uhr

Wer kauft den bitte die Anleihen?Aber bitte,genug Dumme finden sich immer.Ansonsten bleibt Adidas ein Underperformer.Nike ist im Bereich der Sportartikelhersteller erste Wahl,nicht Adidas.Bei der nächsten Gewinnwarnung,kommt die Aktie wieder unter die Räder.

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