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15.10.2015

16:40 Uhr

Square-Börsengang

Online-Bezahldienst will 275 Millionen Dollar einsammeln

Das Unternehmen zählt zu den bekanntesten Start-ups in den USA. Nun will der Online-Bezahldienst Square unter der Führung von Twitter-Chef Jack Dorsey an die Wall Street. Angepeilter Erlös: rund 275 Millionen US-Dollar.

Mit diesen Kreditkarten-Lesegeräten fürs Smartphone will der Online-Bezahldienst Square zum Weltmarktführer aufsteigen. ap

Square

Mit diesen Kreditkarten-Lesegeräten fürs Smartphone will der Online-Bezahldienst Square zum Weltmarktführer aufsteigen.

WashingtonMit Spannung wird der Börsengang des Online-Bezahldienstes Square erwartet, nun hat das US-Unternehmen offiziell den Rahmen dafür gesteckt: Die in San Francisco ansässige Firma will von Anlegern 275 Millionen Dollar (239 Millionen Euro) einsammeln und strebt unter dem Kürzel „SQ“ die Notierung am New Yorker Handelsplatz NYSE an, wie am Mittwoch aus Dokumenten für die US-Börsenaufsicht SEC hervorging. Details und ein Datum für das Börsendebüt blieben offen.

„Wir haben einen der gerechtesten und wirkungsvollsten Bezahldienste der Welt geschaffen“, der keine „komplizierten Gebühren“ verlange und es Händlern ermögliche, in weniger als fünf Minuten Zahlungen per Kreditkarte zu akzeptieren, schrieb Square-Chef Jack Dorsey an die SEC. Dorsey hatte einst Twitter mitbegründet und in der vergangenen Woche auch wieder dauerhaft die Führung des Kurzbotschaftendienstes übernommen.

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Das 2009 gegründete Square wird nach eigenen Angaben von mehr als 30 Millionen Geschäften in den USA für die mobile Abwicklung von Bezahlungen genutzt. Der Dienst richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen und funktioniert über ein kostenlos zur Verfügung gestelltes Kreditkarten-Lesegerät, das an Smartphones oder Tablets angeschlossen wird. Square behält dabei einen Teil der Zahlung als Kommission ein.

Der Bezahldienst sieht sich einer starken Konkurrenz gegenüber, allen voran durch PayPal. Aber Square ist vor allem bei Selbstständigen beliebt – von kleinen Händlern bis hin zu Taxifahrern, Anwälten oder Landschaftsgärtnern. Auch große Ketten wie der Kaffeehaus-Betreiber Starbucks und die Whole-Foods-Supermärkte nutzen Square. Der Bezahldienst ist inzwischen auch in Kanada und Japan verfügbar und will noch weitere Märkte erobern – dazu könnte der Erlös des Börsengangs dienen.

Mit dem Börsengang wird seit Monaten gerechnet. Er gilt als einer der wichtigsten in der Technologiebranche der USA in diesem Jahr. Square zählt zu den bekanntesten Start-ups in den USA und wurde bei seiner jüngsten Finanzierungsrunde Ende 2014 mit sechs Milliarden Dollar (heute 5,3 Milliarden Euro) bewertet. Allerdings ist Square weiter defizitär: 2014 machte das Unternehmen 154 Millionen Dollar (135 Millionen Euro) Verlust. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 54 Prozent auf 850 Millionen Dollar.

Von

afp

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