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09.10.2013

09:50 Uhr

Starke Gewinnsteigerungen

Anleger rechnen mit Comeback von Rohstoff-Aktien

Nach den starken Kursrückgängen der vergangenen Jahre könnte 2014 wieder das Jahr der Rohstoff-Aktien werden. Zahlreiche Anleger rechnen mit einer Rally. Doch es gibt auch Investoren, die weniger zuversichtlich sind.

Rohölverarbeitungsanlage: Investoren mit einer Rally bei Rohstoff-Unternehmen. dpa

Rohölverarbeitungsanlage: Investoren mit einer Rally bei Rohstoff-Unternehmen.

Soweit wie seit 15 Jahren nicht mehr liegen derzeit Rohstoff-Aktien hinter dem Standard & Poor's 500 Index zurück. Doch nach Meinung von Analysten stehen die Papiere vor einer Rally. Bei Bergbauunternehmen und Chemiefirmen innerhalb des S&P-500 rechnen Experten für 2014 im Schnitt mit Gewinnzuwächsen von 18 Prozent.

Auch Fonds-Manager Don Hodges ist zuversichtlich was die Entwicklung von Rohstoff-Aktien angeht. „Es gibt noch Probleme, aber ich glaube, es ist die richtige Zeit zum Kaufen”, Sein Hodges-Fund hat im vergangenen Jahr 99 Prozent der vergleichbaren Fonds geschlagen. „China wird über die nächsten 20 Jahre eine fantastische Volkswirtschaft sein, die Bedarf für jede Art von Infrastruktur hat.” Nach den Kursrückgängen in den vergangenen beiden Jahren seien Bergbau-Titel ein Schnäppchen. Und weiter: „Das Abwärtsrisiko ist meiner Meinung nach bei diesen Preisen sehr gering. Sie sind schockierend niedrig.”

Während ein Teil der Anleger davon ausgeht, dass besonders die starke Nachfrage aus dem verarbeitenden Gewerbe in China, Europa und den USA zum schnellsten Gewinnwachstum für Rohstoffkonzerne seit drei Jahren führen wird, gibt es auch Investoren mit einer weniger positiven Prognose. Ihrer Einschätzung nach dürfte der Aufschwung im Sektor nur von kurzer Dauer sein. Der Rohstoff-Superzyklus sei vorüber, sagen sie. Die Nachfrage steige nicht schnell genug zu einer Zeit, in der alles, von Kupfer bis Nickel, im kommenden Jahr auf ein Überangebot zusteuere.

In einer Studie kam das Beratungsunternehmen McKinsey vor kurzem zu dem Schluss, dass es verfrüht wäre, das Ende des Superzyklus' bei Rohstoffen auszurufen. Begründet wurde dies mit Beschränkungen auf der Angebotsseite und der Nachfrage aus Schwellenländern. Rohstoffproduzenten würden in immer entlegenere Gebiete hineingezwungen werden, um das Angebot sicherzustellen. Der Abbau werde immer anspruchsvoller, während die Nachfrage weltweit zulege.

Auch Howard Ward, Investmentchef für Wachstumsaktien bei Gamco Investors, ist zuversichtlich – allerdings auch nicht uneingeschränkt. „Nicht alle Rohstoff-Titel sind gleich”, sagte er. Es gebe Teil-Sektoren mit einem „helleren Ausblick, weil sie mit Landwirtschaft oder dem Aufschwung im verarbeitenden Gewerbe und dem Hausbau in den USA in Verbindung stehen.” Er sei vor allem positiv eingestellt bei Unternehmen, die Düngemittel und Metalle produzieren, die beim Bau von Autos und Flugzeugen zum Einsatz kommen, sagte Ward

Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres hatten sich Rohstoff-Aktien innerhalb des S&P-500 am schlechtesten entwickelt. Im vergangenen Quartal kam die Wende: Die Kurse zogen so stark an wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr. Derzeit sieht es allerdings so aus, als würden Rohstoff-Titel im Gesamtjahr 2013 bereits das dritte Jahr in Folge hinter dem S&P-500 zurückbleiben. Das wäre die längste Phase seit 1998.

Kommentare (1)

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kuac

09.10.2013, 12:36 Uhr

Anleger rechnen mit Comeback von Rohstoff-Aktien:
Die Analysten wissen das? Woher? Im Allgemeinen irren sich die Analysten, meistens. Sonst würde ja gar keine Verlierer an der Börse geben.

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