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20.11.2015

08:53 Uhr

Start-ups

Wo die meisten Einhörner leben

VonPeter Köhler

Weltweit pumpen Investoren riesige Summen in Start-ups. Sie hoffen auf üppige Renditen, wenn die jungen Technologiefirmen an die Börse gehen. Jetzt häufen sich die Warnsignale, dass die Blase platzen könnte.

Die Zahl der sogenannte Einhörner nimmt unter Start-Ups zu. Doch allmählich kommen Zweifel auf, ob ihre Bewertungen nicht wie eine Eisskulptur dahinschmelzen könnten. imago

Empfindliche Wesen

Die Zahl der sogenannte Einhörner nimmt unter Start-Ups zu. Doch allmählich kommen Zweifel auf, ob ihre Bewertungen nicht wie eine Eisskulptur dahinschmelzen könnten.

FrankfurtWenn es um die Finanzierung von Start-ups geht, kennen die amerikanische Geldgeber einfach kein Halten – allen Warnungen vor einer neuen Tech-Blase zum Trotz. Daran wird sich auch in diesem Jahr nichts ändern. Bislang haben die Wagnisfinanzierer in den USA bereits 47,2 Milliarden Dollar in ihre Beteiligungen gepumpt. Zwar ließ das Tempo im dritten Quartal etwas nach. Dennoch steht schon jetzt fest: 2015 wird eines der höchsten Kapitalzuschüsse der vergangenen 20 Jahre erreicht.

Das hat auch mit der Zahl der sogenannte „Einhörner“ zu tun, also jenen jungen Unternehmen, die eine Bewertung von einer Milliarde Dollar oder mehr erhalten. Weltweit gibt es davon 153 Exemplare dieser Spezies. Allein aus den USA stammen rund 100 davon.

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Fidelity Investment schraubt den Wert seiner Beteiligung an Snapchat herunter. Für manche schon ein böses Omen, denn Korrekturen drohen auch bei anderen Start-ups. Der Börsengang von Square gilt nun als wichtiger Test.

Der Fahrdienst Uber verhandelt derzeit über eine Milliarde Dollar frisches Eigenkapital und führt die Herde mit einer Bewertung von gut 50 Milliarden Dollar an. Am unteren Ende tummeln sich fast zwei Dutzend „Baby Einhörner“, die jeweils rund eine Milliarde Dollar auf die Waage bringen.

Insgesamt liegt die Bewertung aller Hoffnungsträger laut dem Informationsdienst Crunchbase bei gut 529 Milliarden Dollar. Die Finanzierungsrunden der Kapitalgeber addieren sich darin auf knapp 15 Prozent.

Initial Public Offerings (IPO) – also Börsengänge – von Jungunternehmern dürften zukünftig wohl nicht leichter werden. So hat beispielsweise die Fondsgesellschaft Fidelity jüngst den Wert ihrer vorbörslichen Beteiligung am Nachrichtendienst Snapchat um 25 Prozent heruntergeschrieben, wie das Analysehaus Morningstar berichtete. Statt 16 Milliarden Dollar wäre das Unternehmen hochgerechnet nur noch zwölf Milliarden Dollar wert.

Die sinkenden Preise für die jungen Technologiefirmen haben nun auch die Beamten der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde SEC auf den Plan gerufen. Sie untersuchen, mit welchen Methoden US-Fondsgesellschaften wie Fidelity die Start-ups bewerten.

Kommentare (3)

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Herr Peter Delli

20.11.2015, 09:51 Uhr

9:23 AM Draghi Says ECB Will Do What It Must to Raise Inflation Quickly !!!

Herr Thilo A

20.11.2015, 09:55 Uhr

Die amerikanischen StartUps sind in vielen Dingen inovativer bzw. vorausschauender. Gerde wenn es um die Gestalltung einer Idee geht, ist der deutsche Gründer doch meist zurückhaltend, weil er angst hat ihm könnte etwas geklaut werde. Wir können uns in der Hinsicht noch vieles aus den Staaten abgucken.

Herr walter rehm

20.11.2015, 13:20 Uhr

http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/ezb-geldpolitik-draghi-will-inflation-mit-allen-mitteln-anheizen/12616904.html
Ob der Dax die 1000 Punkte diese Woche noch schafft...der "Schummeldax" stand
Montag bei 10480, gerade bei 11130, jetzt warten die 11300 wenn die "technische
Analyse" weiter bevorzugt wird. Alles was Draghi an Geld reinpumpt wird gerne von
den Spekulanten wieder eingesackt. Seine Inflation bekommt der schon seit Jahren nicht hin. Wenn Montags das ein Wochentief auf den Dax "abgerechnet" wird, was es
weder auf Wochen noch auf Monatssicht an der Börse gibt, dann sagt das alles aus.
Ohne die EZB wäre das alle nicht möglich. Solange die zahlt werden die Aktien steigen, da Geld sonst nirgends so schnell sich vermehrt.

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