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29.10.2015

13:18 Uhr

Steilmann

Börsengang schrumpft auf Mini-Format

Der Modehändler Steilmann muss bei seinem Börsengang noch eine Kröte schlucken. Mangels Investoren dürfte er weniger als ein Zehntel des geplanten Erlöses einbringen. Die Adler-Übernahme bleibt noch Zukunftsmusik.

Der Modehändler hat sich beim Börsengang verkalkuliert. dpa

Steilmann

Der Modehändler hat sich beim Börsengang verkalkuliert.

FrankfurtDer Modehersteller und -händler Steilmann muss sich bei seinem Börsengang mit einem Minierlös von knapp 8,8 Millionen Euro begnügen. Ursprünglich sollten durch den Gang aufs Parkett 98 Millionen Euro erlöst werden. Das neue Ziel ist also weniger als ein Zehntel des ursprünglichen Angebots. Trotz des mageren Interesses der Investoren wolle das Unternehmen aus Bergkamen die Emission durchziehen, um sich mit der Börsennotiz „strategische Optionen und weitere Finanzierungsmöglichkeiten in der Zukunft” zu verschaffen.

Für die geplante Aufstockung des Anteils bei der Modekette Adler Modemärkte auf eine Mehrheit reicht der Erlös aber nicht mehr. Die Übernahme der Anteile des Finanzinvestors Equinox kostet 41 Millionen Euro. „Die Integration der beiden Unternehmen bleibt weiter das strategische Ziel”, sagte eine Steilmann-Sprecherin am Donnerstag. Sie ließ aber offen, wann sie vollzogen und wie sie finanziert werden soll.

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Der Modehändler Steilmann findet zu wenige Käufer für seine Aktien. Die Firma senkt den angestrebten Emissionserlös und die Aktien-Preisspanne beim geplanten Börsen-Debüt. Nicht der einzige Pannen-Börsengang der Saison.

Die Steilmann-Aktien können nun bis zum kommenden Montag (2. November) zu je 3,50 Euro gezeichnet werden. Eigentlich sollte die Zeichnungsfrist am Donnerstag enden. Die Erstnotiz ist für den 5. November geplant. Die Modefirma hatte das Volumen bereits vor einigen Tagen um fast die Hälfte auf 50 Millionen reduziert und den Preis am unteren Ende der Spanne festgesetzt. Nun gibt Steilmann maximal noch 2,5 Millionen Aktien aus. Weniger dürften es für die Zulassung zum stark regulierten Prime Standard der Frankfurter Börse nicht sein.

Von

rtr

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