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29.04.2016

18:35 Uhr

Ströer

Werbevermarkter will Kurs mit Aktienrückkauf stützen

Muddy-Waters-Chef Carson Block hat offengelegt, dass er gegen die Ströer-Aktie gewettet habe. Die Attacke hatte den Kurs der Papiere vorübergehend um 30 Prozent einbrechen lassen. Nun will das Unternehmen gegensteuern.

Er leitet einen rasanten Firmenumbau. PR

Ströer-Chef Udo Müller

Er leitet einen rasanten Firmenumbau.

FrankfurtDer Werbeflächen-Vermarkter Ströer will seinem von einer Investoren-Attacke geprügelten Aktienkurs mit einem Rückkaufprogramm auf die Sprünge helfen. Ströer prüfe „derzeit sämtliche Maßnahmen, die als Reaktion auf einen Shortseller-Angriff üblicherweise in Betracht kommen“, teilte das Kölner Unternehmen am Freitag mit. Für einen möglichen Aktienrückkauf würden bereits Vorbereitungen getroffen, um nach Abschluss der Prüfung schnell reagieren zu können. Eine Entscheidung gebe es noch nicht. Ströer hatte am Freitag in London Investoren zu einem Kapitalmarkttag eingeladen, auf dem die massiven Zweifel des aktivistischen US-Investors Muddy Waters am Geschäftsmodell und den Wachstumsraten von Ströer ebenfalls Thema waren.

Muddy-Waters-Chef Carson Block hatte zugleich offengelegt, dass er gegen die Ströer-Aktie gewettet habe. Die Attacke hatte den Kurs der Ströer-Aktie vor einer Woche vorübergehend um 30 Prozent einbrechen lassen. Er hat sich seither nur ansatzweise erholt. Kurzfristig lockte auch ein möglicher Aktienrückkauf die Anleger nicht an: Ströer-Aktien notierten am Freitag 1,6 Prozent im Minus bei 44,17 Euro. Ströer hat angekündigt, sich gegen die Vorwürfe zur Wehr zu setzen. Muddy Waters arbeite in seiner 62-seitigen Studie mit falschen Behauptungen und Unterstellungen, sagte Vorstandschef und Großaktionär Udo Müller.

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Der Hedgefonds Muddy Waters zweifelt an den Bilanzzahlen des Werbeunternehmens Ströer – und wettet gleichzeitig auf fallende Kurse. Die Aktie verliert zeitweise fast ein Drittel ihres Wertes.

Erst am Donnerstag hatte Ströer versucht, die Anleger mit der Anhebung der Gewinnprognose für 2016 für sich zu gewinnen. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 40 Prozent, der operative Gewinn um 72 Prozent.

Ströer bestückt Bushaltestellen und Plakatwände mit Werbung und bespielt digitale Bildschirme in Bahnhöfen und Einkaufszentren mit Reklame. 2013 stieg das Unternehmen in die Online-Werbung ein und stärkte den Bereich mit Übernahmen. Seit dem Verkauf des Internet-Portals t-online.de an Ströer ist auch die Deutsche Telekom mit 11,6 Prozent Großaktionär.

Von

rtr

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