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17.12.2015

15:59 Uhr

Supermarktkette

Analysten-Urteil reißt Casino-Aktie in die Tiefe

Was ein vernichtender Analysten-Kommentar alles anrichten, muss gerade die französische Supermarktkette Casino erfahren. Deren Aktie an der Pariser Börse fällt so stark wie seit 1990 nicht mehr.

Casino ist – in diesem Falle – nicht etwa eine Spielbank, sondern eine der größten Supermarktketten Frankreichs.

Bloß nicht verwirren lassen

Casino ist – in diesem Falle – nicht etwa eine Spielbank, sondern eine der größten Supermarktketten Frankreichs.

FrankfurtEin negativer Analystenkommentar hat Casino Guichard am Donnerstag den größten Kurssturz seit fast 26 Jahren eingebrockt. Die Aktien der Supermarktkette fielen an der Pariser Börse um bis zu 11,9 Prozent auf ein Sechseinhalb-Jahres-Tief von 43,16 Euro.

Die Experten des Research-Hauses Muddy Waters bezeichneten Casino als „gefährlich hoch verschuldet“. Es sei das „am stärksten überbewertete und missverstandene Unternehmen“, das ihnen jemals vorgekommen sei. Aus diesem Grund hielten sie einen Kurs von 6,91 Euro für angemessen, fügten die Analysten hinzu.

Casino war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Am Vortag hatte das Unternehmen mitgeteilt, sich von Geschäftsteilen im Volumen von zwei Milliarden Euro trennen zu wollen, um die Schulden bis Ende 2016 zu halbieren.

Gründer von Muddy Waters ist der Investor Carson Block, der für seine Wetten auf fallende Kurse bekannt ist. Für diese im Börsenjargon Leerverkäufe genannten Geschäfte leihen sich Investoren Aktien und stoßen diese sofort ab. Sie hoffen dabei, sich bis zur Rückgabe billiger mit diesen Papieren wieder eindecken zu können. Die Differenz streichen sie als Gewinn ein.

Von

rtr

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