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24.01.2005

15:05 Uhr

Aktien

T-Online weniger schwach als TecDax - besserer Preis erhofft

Vor dem Hintergrund von Forderungen nach einer Preisnachbesserung der Deutschen Telekom für T-Online-Aktien hat die Aktie des Internetanbieters am Montag weniger stark nachgegeben als der Gesamtmarkt.

dpa-afx FRANKFURT. Vor dem Hintergrund von Forderungen nach einer Preisnachbesserung der Deutschen Telekom für T-Online-Aktien hat die Aktie des Internetanbieters am Montag weniger stark nachgegeben als der Gesamtmarkt. Sie verlor bis 14.40 Uhr um 0,71 Prozent auf 9,75 Euro, während der TecDax um 1,21 Prozent auf 518,38 Punkte fiel. Damit notierte der Wert weiterhin deutlich über dem Barangebot von 8,99 Euro, das die Konzernmutter Telekom vor einiger Zeit den T-Online-Aktionären gemacht hatte.

Das "Wall Street Journal Europe" hatte berichtet, dass eine Gruppe von Hedgefondsgesellschaften mit einem T-Online-Anteil von sechs Prozent von der Telekom eine Nachbesserung ihres Angebots verlangt. Dieser Wunsch der Hedgefonds sei nachvollziehbar, sagte ein Experte. Ein Entgegenkommen der Telekom sei allerdings unwahrscheinlich. Sie werde bis zum 4. Februar ihr alternatives Umtauschangebot für T-Online-Aktien in eigene Papiere bekannt geben und habe bis dahin kein Interesse, Spekulationen über einen verbesserten Preis zu nähren.

Ein Frankfurter Händler geht davon aus, dass es der Telekom auf jeden Fall gelingen wird, ihren Anteil an der Internettochter T-Online auf über 75 Prozent zu steigern. Derzeit liegt er bei 74 Prozent. Eine Dreiviertel-Mehrheit sei die Voraussetzung, um eine Rückführung in den Konzern nach den günstigeren Verschmelzungsbestimmungen durchführen zu können. Diese ermöglichen eine Wiedereingliederung per Wertgutachten und eventuellem Gerichtsbeschluss anstatt zu einem möglicherweise durch Spekulationen in die Höhe getriebenen Marktpreis.

Die Kursschwankungen bei T-Online dürften sich nach Einschätzung des Händlers bis zum Umtauschangebot ungefähr in einem Verhältnis von knapp 60 Prozent zum Wert der T-Aktie halten. Dieses Verhältnis ergebe sich aus dem Preis, zu dem die KfW Bankengruppe Telekom-Aktien im vergangenen Oktober verkauft habe (15,05 Euro je Aktie) und dem etwa zeitgleichen Barangebot für T-Online durch die Telekom. Derzeit notiere die T-Online sogar etwas über diesem Wert, sagte der Händler.

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