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26.10.2011

10:34 Uhr

Tech-Aktien

Die neuen Anleger-Lieblinge

VonChristian Schnell

Technologie-Aktien entwickeln sich derzeit so gut wie selten zuvor - und das in Zeiten schwächelnder Märkte. Die Branche profitiert auch von einem Imagewandel. Experten warnen bereits vor übersteigerter Euphorie.

Gute Geschäfte mit Platinen: Technologie-Papiere zeigen sich erstaunlich robust. dpa

Gute Geschäfte mit Platinen: Technologie-Papiere zeigen sich erstaunlich robust.

FrankfurtEs sind Wachstumszahlen, von denen in diesen Tagen nicht nur die Unternehmen in der Finanzwirtschaft träumen: Um ein Drittel hat die Suchmaschine Google im dritten Quartal ihren Gewinn im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Viele weitere Firmen aus dem Bereich Internet, Software und Technologie stehen ähnlich gut da. Waren deren Aktien in früheren Zeiten noch die ersten, die eine wirtschaftliche Schwächephase zu spüren bekamen, so präsentieren sie sich in den verlustreichen Wochen seit Ende Juli erstaunlich robust. Die Google-Aktie ist heute schon wieder mehr wert als vor ein paar Monaten.

Und Google ist längst keine Ausnahme mehr. Die Kurse der gesamten Technologiebranche hängten in den vergangenen Monaten alle anderen Branchen ab. Die einstigen Emporkömmlinge, die früher beim ersten Gegenwind unter Druck gerieten, sind plötzlich die Lieblinge der Anleger.

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Einziges Manko: Die Aktien sind in ihrer Entwicklung dem Gesamtmarkt so weit enteilt, dass Experten schon wieder vor zu viel Euphorie warnen. „Schönheitsfehler“ nennt Patrick Hussy, Geschäftsführer des Analysehauses Sentix, diese Entwicklung. Jede Woche befragt sein Haus Finanzexperten. Deren aktuelles Fazit: Den Anlegern sei die jüngste Einwicklung sehr wohl bewusst, weshalb sie jetzt sehr selektiv vorgingen.

Das hat jedoch nichts damit zu tun, dass ein Absturz drohen könnte, sondern hängt einzig und allein damit zusammen, dass die Tech-Aktien sich bedeutend besser entwickelt haben als der Rest des Marktes. Dass die Anleger inzwischen beim Thema Technologie-Aktien weitaus entspannter sind als früher, liegt auch an einem Imagewandel der Branche selbst.

Bestes Beispiel: der Halbleiterproduzent Infineon. Er galt im Dax lange Zeit als Stimmungsbarometer Nummer eins. Stieg die Stimmung, war die Aktie auf der Seite der größten Gewinner. Umgekehrt verlor sie besonders stark, wenn es mit der Wirtschaft abwärts ging.

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