Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.06.2015

16:30 Uhr

Telekom-Aktie

Jeder Zweite will mehr Aktien statt Dividende

Die Telekom spart in diesem Jahr rund 1,1 Milliarden Euro Dividende: 49 Prozent der Anleger wählten lieber neue Aktien statt der 50 Cent Dividende pro Anteilsschein. Für das Unternehmen ein Vertrauensbeweis.

Rund die Hälfte der Telekom-Aktionäre wählt lieber einen neuen Anteilsschein statt der Dividende. dpa

Aktie im Fokus

Rund die Hälfte der Telekom-Aktionäre wählt lieber einen neuen Anteilsschein statt der Dividende.

FrankfurtImmer mehr Telekom-Aktionäre entscheiden sich gegen eine Bar-Dividende und für zusätzliche Aktien. 49 Prozent der Anteilseigner verzichteten in diesem Jahr auf eine Barauszahlung der für 2014 versprochenen 50 Cent und wählten stattdessen die Aktiendividende, wie der Telekom-Riese am Mittwoch in Bonn mitteilte. Für je 31 Anteilsscheine erhalten die Aktionäre dabei eine Gratis-Aktie – das entspricht gemessen am aktuellen Kurs von 15,37 Euro einem Wert von knapp 50 Cent.

Die Aktiendividende erspart der Telekom in diesem Jahr rund 1,1 Milliarden Euro. Telekom-Finanzvorstand Thomas Dannenfeldt sprach von einem Vertrauensbeweis der Aktionäre: „Dank der hervorragenden Resonanz verbleiben auch in diesem Jahr erheblich Mittel im Konzern, die unsere Finanzkraft zusätzlich stärken.“

Fakten zur Telekom

Spitzenreiter in Europa

Die Deutsche Telekom ist mit einem Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro eines der größten europäische Telekommunikationsunternehmen. Der Konzern beschäftigt rund 220.000 Mitarbeiter. Größte Tochter mit mehr als 22 Milliarden Euro Umsatz ist Telekom Deutschland. Außerdem ist die Deutsche Telekom in 12 weiteren Ländern vertreten.

Ein Erbe der Bundespost

Hervorgegangen ist der Konzern aus der Deutschen Bundespost. Um das Staatsunternehmen wettbewerbsfähig zu machen, wurde es von 1990 an in die Geschäftsbereiche Telekom, Postdienst und Postbank aufgeteilt und schrittweise privatisiert. Seit 1995 ist die Deutsche Telekom eine Aktiengesellschaft.

Ein Global Player ...

Der erste Vorstandsvorsitzende Ron Sommer versuchte, den ehemaligen Staatsbetrieb mit Zukäufen in aller Welt zum „Global Player“ zu machen. Heute ist die Deutsche Telekom in 50 Ländern vertreten und erlöst mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland.

... mit Hoffnung auf die USA

T-Mobile US tat sich gegen die Marktführer AT&T und Verizon lange schwer. Seit dem Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS und unter der Führung des CEOs John Legere, ist die Kundenzahl wieder deutlich gewachsen, der Umsatz ebenso. Allerdings stehen auch hohe Investitionen an.

AG mit Staatsbeteiligung

Bei mehreren Börsengängen nahm die Telekom Milliarden ein. Dennoch ist der Staat immer noch beteiligt: Die Staatsbank KfW und der Bund halten zusammen 31,7 Prozent der Anteile. Der Anteil der einst hofierten Privatanleger ist auf unter 15 Prozent gefallen, den Rest halten institutionelle Anleger.

Die Telekom hatte die Aktionäre zum dritten Mal vor die Wahl gestellt. Im ersten Jahr hatten sich 38 Prozent für die Aktien entschieden, im zweiten Jahr waren es schon 45 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

17.06.2015, 20:10 Uhr

49 Prozent der Anleger wählten lieber neue Aktien

Mutig, mutig, es gibt ja z.Zt. erst mehr als 4,5 Mrd. Telekom-Aktien, und es werden ja auf diese Weise ständig mehr, bis über die Unendlichkeit hinaus. Die Gewinnsteigerung ist ja auch unendlich vermehrbar. Aber, wenn`s der Telekom hilft, soll`s mir recht sein. Und, wenn`s zur Zeit up to date sein soll, auch recht.
Die Dividende ist das Ergebnis einer Aktienanlage, in bar natürlich. Alles andere ist eine Spekulation in eine hochspekulative Aktie, die schon viele Besitzer dieser Aktie hat alt aussehen lassen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×