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02.07.2014

11:22 Uhr

Telekom-Tochter

Klage gegen T-Mobile US belastet Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom leidet unter der Klage gegen die T-Mobile US– Die Kurse befinden sich derzeit im Abstieg. Eine Besserung ist nicht in Aussicht: Denn die Klage könnte die Telekom-Tochter deutlichen Schaden zufügen.

Das Logo auf der Zentrale in Bonn: Die Klage gegen die US-Tochter T-Mobile belastet die im Dax gelisteten Aktien der Deutschen Telekom. dpa

Das Logo auf der Zentrale in Bonn: Die Klage gegen die US-Tochter T-Mobile belastet die im Dax gelisteten Aktien der Deutschen Telekom.

FrankfurtDie Klage der US-Wettbewerbsbehörde FTC gegen die Telekom-Tochter T-Mobile US hat unter Aktienanlegern für Verdruss gesorgt. Die im Dax gelisteten Titel der Deutschen Telekom gaben zeitweise 1,6 Prozent nach. T-Mobile hatten in den USA 0,6 Prozent verloren. Die Telekom-Tochter soll Zusatzdienste von Drittanbietern wie Textbotschaften mit Horoskopen, Flirt-Tipps oder Prominenten-Klatsch in Rechnung gestellt haben, die Kunden gar nicht abonniert haben. Häufig kosteten solche Dienste 9,99 Dollar pro Monat. T-Mobile US habe 35 bis 40 Prozent der Summe erhalten. Das Unternehmen sei nicht gegen die Praxis vorgegangen, selbst nachdem viele Kunden sich beschwert hätten. „Die Geschäftspraktiken von T-Mobile (USA) haben den Verbrauchern Schaden in Millionenhöhe zugefügt“, hieß es.

Die Klage könnte T-Mobile US deutlichen Schaden zufügen, urteilte Equinet-Analyst Adrian Pehl in einem Kommentar. „Geldbußen in den USA können teuer ausfallen.“ Zudem könnten die Anschuldigungen laut Pehl den sich anbahnenden Deal mit Sprint gefährden. Das amerikanische Mobilfunkunternehmen will die Telekom-Tochter übernehmen, um den Platzhirschen AT&T und Verizon Paroli zu bieten. Der mögliche Partner Sprint könnte nun erst einmal abwarten wollen, wie der Rechtsstreit mit der US-Behörde ausgehe, schrieb der Experte.

Die größten Mobilfunker der Welt

Platz 1

China Mobile

Umsatz: 92,3 Milliarden Euro
Mobilfunkverbindungen: 790,6 Millionen

Platz 2

Vodafone Group (Großbritannien)

Umsatz: 58,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 435,9 Millionen

Platz 5

América Móvil Group (Mexiko)

Umsatz: 35,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 266,9 Millionen

Platz 6

Telefónica Group (Spanien)

Umsatz: 42,0 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 249,4 Millionen

Platz 3

China Unicorn

Umsatz: 29,9 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 295,0 Millionen

Platz 6

Verizon Wireless (USA)

Mobilfunkverbindungen: 114,5 Millionen (+ 5 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 65 Milliarden Dollar (+ 7 Prozent)

Platz 7

VimpelCom Group (Niederlande)

Umsatz: 15,8 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 218,2 Millionen

Platz 8

Orange Group (Frankreich)

Umsatz: 22,4 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 184,6 Millionen

Platz 9

Bharti Airtel Group (Indien)

Mobilfunkverbindungen: 259,8 Millionen (+ 7 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 12,6 Milliarden Dollar (+ 6 Prozent)

Platz 10

AT&T Mobility (USA)

Mobilfunkverbindungen: 107,3 Millionen (+ 3 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 59,7 Milliarden Dollar (+ 4 Prozent)

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom landet auf Platz 12 mit 111 Millionen Kunden und einem Mobilfunkumsatz in Höhe von 33,37 Milliarden Dollar (minus drei Prozent).

T-Mobile-US-Chef John Legere bezeichnete die Vorwürfe als unbegründet. Sein Unternehmen berechne den Kunden sogenannte Premium SMS seit vorigem Jahr nicht mehr und biete zudem die Möglichkeit an, zu viel gezahlte Gebühren zurückzufordern.

Von

rtr

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