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11.05.2015

19:12 Uhr

Toshiba

Neue Bilanzprobleme lassen Aktien abstürzen

Der internationale Technologiekonzern Toshiba hat erneut mit Bilanzproblemen zu kämpfen. Die Kosten bei Bauprojekten waren zu niedrig angegeben. Die Toshiba-Aktie stützte ab und verursachte einen großen Tagesverlust.

Bei Toshiba war nach nur kurzer Zeit eine erneute interne Bilanzprüfung nötig – mit schlechtem Ergebnis. Reuters

Die Toshiba-Zentrale in Tokio

Bei Toshiba war nach nur kurzer Zeit eine erneute interne Bilanzprüfung nötig – mit schlechtem Ergebnis.

FrankfurtNeue Unregelmäßigkeiten in der Toshiba-Bilanz haben Anleger am Montag aufgeschreckt. Sie warfen Anteile in hohem Bogen aus ihren Depot und ließen dadurch die Papiere des japanischen Mischkonzerns um knapp 17 Prozent abstürzen. Das ist einer der größten Tagesverluste der Firmengeschichte. Mit 403,30 Yen schlossen die Titel so niedrig wie zuletzt vor rund einem Jahr.

Toshiba hatte am Freitagabend seine Ergebnisziele für das Ende März ausgelaufene Geschäftsjahr zurückgezogen und die Dividende gestrichen. Die interne Bilanzprüfung – die zweite binnen zwei Jahren – habe ergeben, dass Kosten bei Bauprojekten zu niedrig angegeben und Verluste aus derartigen Geschäften falsch verbucht worden seien.

Prognose zurückgezogen: Toshiba hat wieder Bilanz-Probleme

Prognose zurückgezogen

Toshiba hat wieder Bilanz-Probleme

Erneut beschäftigen Toshiba mögliche Unregelmäßigkeiten in der Bilanz. Der Elektronikkonzern zieht deshalb seine Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr zurück. Solche Probleme treten nicht zum ersten Mal auf.

Für weitergehende Untersuchungen solle ein unabhängiges Komitee gebildet werden. Eine Toshiba-Sprecherin wollte nicht sagen, um welche Projekte es sich handelt, bestätigte aber, dass es mehr als eins sei.

Die Summe, um die es sich bei diesen Unregelmäßigkeiten drehe, sei am Ende vielleicht gar nicht allzu groß, sagte Fondsmanager Fumio Matsumoto von Dalton Capital. „Aber die Tatsache, dass wir keine Details haben, lässt uns besorgt zurück.“ In so einer Situation müsse sich ein Portfoliomanager gegenüber seinen Klienten rechtfertigen, wenn er Toshiba-Titel behalten wolle. Hierzu brauche er sehr gute Gründe, betonte Matsumoto.

Von

rtr

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