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28.08.2012

15:17 Uhr

Trotz Übernahmespekulation

Analysten raten von Douglas-Aktie ab

VonJulia Rotenberger

Ein US-Finanzinvestor greift nach der Parfümeriekette Douglas. Das treibt den Aktienkurs in der Höhe. Analysten halten eine Übernahme auch für wahrscheinlich - raten aber dennoch zum Verkauf der Aktie.

Douglas-Schaufenster in der Frankfurter Fußgängerzone. Die Douglas Holding AG steht kurz vor der Übernahme durch den US-amerikanischen Finanzinvestor Advent. Reuters

Douglas-Schaufenster in der Frankfurter Fußgängerzone. Die Douglas Holding AG steht kurz vor der Übernahme durch den US-amerikanischen Finanzinvestor Advent.

DüsseldorfDie Hoffnung auf eine Übernahme durch den US-Finanzinvestor Advent treibt die Aktien der Handelskette Douglas nach oben. Zeitweise legte die Aktie um zehn Prozent zu. Die Anteilsscheine notierten bei etwa 38 Euro. Zuletzt pendelten sie um die 37-Euro-Marke.

Grund für den Höhenflug sind Übernahmegerüchte: In der Dienstagsausgabe berichtete die Financial Times Deutschland unter Berufung auf Finanzkreise, der Familienkonzern stünde kurz vor der Übernahme durch den US-Finanzinvestor Advent. Dieser wolle etwa 38 bis 40 Euro für eine Douglas-Aktie zahlen.

Analysten halten die Meldung für plausibel, zeigen sich jedoch verhalten. Nach Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg rät von 24 Analysten keiner zum Kauf der Aktien des MDax notierten Unternehmens. Dreizehn raten zum Halten, elf gar zum Verkauf.

Die Commerzbank hat die Anteilsscheine von Douglas auf "Reduce" mit einem Kursziel von 29,60 Euro belassen. Grund dafür ist der schwächelnde Buchhändler Thalia. Ohne die Buchhandelskette sei das Unternehmen mit 37 Euro je Anteilsschein fair bewertet, schrieb Commerzbank-Analyst Jürgen Elfers in einer Studie von Dienstag.

Auch die DZ Bank zeigt sich verhalten. Sie blieb auch heute bei ihrem Anlageurteil "Halten" und hält die Douglas-Aktien mit 31 Euro für fair bewertet.

Aktien Eurostoxx 600 KGV

Platz 12

ACS ist ein spanischer Baukonzern, der sich auf die Entwicklung, den Bau und das Management von Infrastruktureinrichtungen spezialisiert hat.

KGV: 5,85

Das KGV ist jeweils das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das Gesamtjahr 2012

Quelle: Bloomberg

Platz 11

Swiss Life konzentriert sich auf Versicherungsprodukte und Dienstleistungen für den Vorsorgebereich. Im Bereich Vorsorge zählt der Konzern zu den Marktführern in der Schweiz und ist bei Lebensversicherungen in Europa unter den Top Ten.

KGV: 5,81

Platz 10

Telecom Italia ist einer der großen europäischen Telekom-Konzerne.

KGV: 5,68

Platz 9

Vedanta Recources ist eine britische Bergbaugesellschaft. Die Interessen des Unternehmens liegen in den Bereichen Aluminium, Kupfer, Zink, Eisenerz und außerdem im Bereich kommerzieller Energie.

KGV: 5,52

Platz 8

ING Group zählt zu den großen europäischen Finanzkonzernen.

KGV: 5,49

Platz 7

Autobauer Renault hat zuletzt ein wenig den Anschluss an die Konkurrenten verloren.

KGV: 5,40

Platz 6

KBC Group ist ein Finanzkonzern aus Benelux. Er war in der Finanzkrise in Schwierigkeiten geraten, hat sich zuletzt einigermaßen stabilisiert.

KGV: 5,21

Platz 1

Cairn Energy ist einer der großen europäischen Öl-Explorer.

Dividendenrendite: 85 Prozent*

*Cairn Energy hat in diesem Jahr eine Sonderdividende ausgeschüttet von 160 Pence je Aktie. Das Geld stammt aus dem Verkauf des Indiengeschäfts des Unternehmens. Die hohe Dividendenrendite 2012 lässt also keinerlei Rückschlüsse auf künftige Ausschüttungen zu.

Platz 4

Petropavloski ist einer der führenden russischen Goldförderer.

KGV: 4,69

Platz 3

PostNL ist im Mai 2011 aus TNT hervorgegangen. Dabei umfasste die alte TNT sowohl das traditionelle Postgeschäft der Royal TPG Post als auch den Logistik- und Expressanbieter TNT.

KGV: 4,38

Platz 2

Porsche gehört - gemessen am KGV - zu den günstigsten Aktien Europas

KGV: 4,37

Platz 1

Greek Organisation of Football Prognostics (OPAP) ist ein griechischer Lotterie- und Sportwettenanbieter. Das Unternehmen ist Europas größter Wettanbieter.

KGV: 4,32

Etwas optimistischer zeigte sich die Investmentbank Equinet. Sie hat die Einstufung von Douglas auf "Hold" mit einem Kursziel von 35,00 Euro belassen. Eine Übernahme durch ein bislang außenstehendes Unternehmen sei wahrscheinlicher geworden, schrieb Analyst Ingbert Faust in einer Studie. Er verwies auf die gegenwärtige Aktionärsstruktur mit drei großen Anteilseignern und den gescheiterten Versuch der Gründerfamilie Kreke, den Handelskonzern von der Börse zu nehmen. Seine Berechnungen auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows führten zu einem fairen Wert des Titels von etwa 45,00 Euro.

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