Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.04.2012

12:23 Uhr

Turn-around-Kandidaten

Welche Aktien die Wende schaffen könnten

VonChristian Schnell

Wenn Aktien einbrechen, dann ist das ein Warnsignal - manchmal aber auch eine Gelegenheit, um günstig einzukaufen. Zurzeit gibt es wieder interessante Kandidaten, die sich Anleger genauer anschauen sollten.

Ein Chip von Infineon: Die Aktie des Unternehmens ist ein Paradebeispiel für einen Turn-around-Kandidaten. dpa

Ein Chip von Infineon: Die Aktie des Unternehmens ist ein Paradebeispiel für einen Turn-around-Kandidaten.

FrankfurtDie Infineon-Aktie gilt vielen spekulativen Anlegern als Paradebeispiel, wie man zum richtigen Zeitpunkt den Trend zum Besseren erkennen und mit viel Mut anschließend eine Rendite im vierstelligen Prozentbereich erzielen kann. Von einem Kurs, der vor rund drei Jahren bis auf 0,34 Euro abgesackt war, ging es auf ein Niveau von rund 7,37 Euro am vergangenen Freitag. Das ist ein Plus von über 2000 Prozent.

Eine der Quellen, aus der sich solche sogenannten Turn-around-Kandidaten ziehen lassen, ist die alljährliche Liste der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), auf der sie die 50 größten Kapitalvernichter des vergangenen Jahres darstellt. Wenn eine Gesellschaft dort auftaucht, dann ist das zwar im ersten Moment kein Ruhmesblatt. Es muss aber auch kein Verkaufssignal sein. „Ein funktionierendes Geschäftsmodell vorausgesetzt ist es manchmal sogar genau das Gegenteil“, weiß Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer.

DSW-Watchlist: Welche Aktien Kapital vernichten

DSW-Watchlist

Welche Aktien Kapital vernichten

Die Anlegerschützer der DSW haben eine neue Liste der größten Verlustbringer an der Börse vorgestellt. Besonders negativ fällt die Solarbranche auf. Diese Aktien haben fast 100 Prozent an Wert verloren.

So wie damals bei Infineon. Weil das Halbleiter-Unternehmen die drohende Insolvenz abwenden konnte, frisches Kapital bekam und anschließend das Geschäftsmodell auf eine andere und deutlich solidere Basis stellte, haben viele, die das damals rechtzeitig erkannten, hohe Gewinne gemacht.

Auf der jüngsten Liste der DSW, die in der vergangenen Woche präsentiert wurde, finden sich wieder einige Namen, die das Zeug zu solch einer Entwicklung haben: Erster Kandidat und gleichzeitig auch das Unternehmen, bei dem sich die jüngste Erholung schon in Kürze fortsetzen dürfte, ist der Energieversorger RWE. 45 Prozent hat die Aktie allein im vergangenen Jahr verloren, was dem Papier Rang 31 auf der DSW-Liste einbrachte. Schuld war der Atomausstieg, der RWE wie all die anderen erfolgsverwöhnten Energieversorger völlig überraschend traf.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×