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14.10.2014

11:20 Uhr

Übernahme von T-Mobile US

Geplatzter Deal lässt Telekom-Aktien sinken

Die Aktien der Deutschen Telekom haben am Dienstag verloren. Grund ist ein geplatzter Deal um die Tochter T-Mobile US. An der Pariser Börse sorgte die Nachricht um die gescheiterte Übernahme für Erleichterung.

Nach dem geplanten Iliad-Deal sind die Telekom-Aktien gesunken. dpa

Nach dem geplanten Iliad-Deal sind die Telekom-Aktien gesunken.

Frankfurt am MainDie geplatzte Übernahme von T-Mobile US durch Iliad hat die Deutsche Telekom belastet. Die Aktien verloren am Dienstag zeitweise ein Prozent.

Der französische Mobilfunkkonzern Iliad hat seine Übernahmepläne für die Deutsche-Telekom-Tochter aufgegeben, weil ein verbessertes Angebot abgelehnt wurde. Ein Deal noch im laufenden Jahr hätte wohl seinen Reiz für die Deutsche Telekom gehabt, Eile bestehe für den Konzern aber nicht, urteilte LBBW-Analyst Stefan Borscheid in einem Kommentar.

Fakten zur Telekom

Spitzenreiter in Europa

Die Deutsche Telekom ist mit einem Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro eines der größten europäische Telekommunikationsunternehmen. Der Konzern beschäftigt rund 220.000 Mitarbeiter. Größte Tochter mit mehr als 22 Milliarden Euro Umsatz ist Telekom Deutschland. Außerdem ist die Deutsche Telekom in 12 weiteren Ländern vertreten.

Ein Erbe der Bundespost

Hervorgegangen ist der Konzern aus der Deutschen Bundespost. Um das Staatsunternehmen wettbewerbsfähig zu machen, wurde es von 1990 an in die Geschäftsbereiche Telekom, Postdienst und Postbank aufgeteilt und schrittweise privatisiert. Seit 1995 ist die Deutsche Telekom eine Aktiengesellschaft.

Ein Global Player ...

Der erste Vorstandsvorsitzende Ron Sommer versuchte, den ehemaligen Staatsbetrieb mit Zukäufen in aller Welt zum „Global Player“ zu machen. Heute ist die Deutsche Telekom in 50 Ländern vertreten und erlöst mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland.

... mit Hoffnung auf die USA

T-Mobile US tat sich gegen die Marktführer AT&T und Verizon lange schwer. Seit dem Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS und unter der Führung des CEOs John Legere, ist die Kundenzahl wieder deutlich gewachsen, der Umsatz ebenso. Allerdings stehen auch hohe Investitionen an.

Das zuletzt starke Kundenwachstum von T-Mobile USA im dritten Quartal dürfte sich fortgesetzt haben und in den kommenden Quartalen auch zunehmend in steigenden Gewinnen niederschlagen. Zudem sollte die Anzahl der möglichen Gesprächspartner nach Abschluss der anstehenden Mobilfunkspektrum-Auktion deutlich größer sein, prognostizierte Borscheid.

In den USA werden Ende 2015 wichtige Funkfrequenzen versteigert werden. Davor dürften beteiligte Firmen nicht in Übernahmeschlachten ziehen.

An der Pariser Börse sorgte das Platzten des milliardenschweren Deals für Erleichterung. Iliad schossen in der Spitze um 14,6 Prozent nach oben. T-Mobile US hatten an der Wall Street dagegen 2,5 Prozent verloren.

Von

rtr

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