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17.03.2011

20:38 Uhr

Unsichere Marktbedingungen

ISS bläst milliardenschweren Börsengang ab

VonReuters

Der Börsengang des dänischen Dienstleistungsriesen ISS ist mit Verweis auf die unsicheren Marktbedingungen angesichts der Japan-Krise in letzter Minute abgesagt worden. Das könnte auch deutsche IPOs beeinflussen.

ISS-Boss Jeff Gravenhorst Quelle: Reuters

ISS-Boss Jeff Gravenhorst

KopenhagenDer dänische Dienstleistungsriese ISS hat seinen milliardenschweren Börsengang mit Verweis auf unsichere Marktbedingungen angesichts der Japan-Krise in letzter Minute abgesagt. Damit fällt auch ein Schatten auf die in der kommenden Zeit geplanten IPOs in Deutschland.   

ISS teilte am Donnerstag mit, die Aktien des Konzerns seien zwar überzeichnet gewesen. Das Unternehmen wolle aber einen „erfolgreichen Börsengang“ gewährleisten. Dazu gehöre auch ein funktionierender Markt im Nachgang zu dem IPO.  ISS wäre mit bis zu zwei Milliarden Euro der größte Börsengang dieses Jahres in Europa gewesen. Das Unternehmen gehört den Finanzinvestoren Goldman Sachs und EQT. Die Zeichnungsfrist hatte am 8. März begonnen, die Bücher waren am Donnerstag geschlossen worden.  

Schon vor wenigen Tagen hatte es bei Experten geheißen, der Kurssturz an den Aktienmärkten nach der Katastrophe in Japan könne die Börsenpläne deutscher Firmen durchkreuzen. Vor Ostern noch wollte eine ganze Handvoll Firmen den Sprung aufs Parkett wagen, ermutigt vom vor der Krise langanhaltenden Höhenflug an den Märkten. Für ein IPO stehen hierzulande die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd TUI, der hessische Verbindungstechnik-Spezialist Norma, der baden-württembergische Kabelnetzbetreiber Kabel BW und der chinesische Handtaschenhersteller Powerland in den Startlöchern.

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