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11.02.2005

08:17 Uhr

Unternehmen setzen stärker auf internationale Berater – Deutsche Bank organisiert Platzierungsgeschäft neu

Ausländer holen bei Börsengängen auf

In diesem Jahr wollen rund 15 deutsche Unternehmen den Gang an die Börse wagen. Doch das lukrative Geschäft mit den Aktienemissionen machen immer öfter ausländische Banken.

mm/rob FRANKFURT/M. „Früher war eine deutsche Bank – meistens die Deutsche Bank – bei größeren Börsengängen gesetzt. Das hat sich geändert“, heißt es bei einer großen Fondsgesellschaft. „Die Deutsche Bank bleibt zwar ein Platzhirsch auf ihrem Heimatmarkt, aber die Emittenten haben festgestellt, dass Goldman Sachs, Morgan Stanley, Credit Suisse und UBS die Rolle auch übernehmen können“, sagt ein angelsächsicher Investmentbanker.

Im vergangenen Jahr versuchte der Reisekonzern Tui als eines der ersten Großunternehmen seine Tochter Hapag Lloyd ohne einen deutschen Beraters an die Börse zu bringen. Allerdings zog Tui die Emission wegen der schwachen Marktlage wieder zurück. Dennoch scheint das Beispiel Schule zu machen. Der Autozulieferer Sick hat das Mandat für seinen diesjährigen Börsengang an die Schweizer UBS und die britische Cazenove vergeben. Der Springer Science Verlag lässt sich bei seiner geplanten Emission von ABN Amro, UBS und Goldman Sachs beraten.

Die UBS-Banker zeichnen auch für den ersten Börsengang in diesem Jahr, den kleinen Biotechwert Paion verantwortlich. „Früher waren die deutschen Häuser vor allem wegen des Zugriffs auf den Markt der Privatinvestoren an führender Stelle im Konsortium vertreten“, sagt Hermann Prelle von UBS. Nach dem Platzen der Börsenblase sei das Interesse der Kleinanleger aber weggebrochen.

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