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07.09.2012

16:02 Uhr

US-Wahlkampf

Welchen Präsidenten sich die Wall Street wünscht

VonJörg Hackhausen, Jens Hagen

Anleger weltweit schauen mit Spannung auf die Wahlen in den USA. Welcher der Kandidaten besser für die Aktienkurse ist, welche Papiere steigen könnten und wann Anleger besser vorsichtig werden sollten.

Wahlkampfstimmung an der Wall Street. AFP

Wahlkampfstimmung an der Wall Street.

Washington/DüsseldorfFür Barack Obama sieht es gut aus. Die Chancen auf die Wiederwahl als US-Präsident steigen. Jedenfalls wenn man der Börse trauen darf. Sam Stovall, Aktienstratege beim amerikanischen Finanzdienstleister Standard & Poor‘s, hat herausgefunden, dass die Börsenkurse einen zuverlässigen Indikator für den Wahlausgang liefern. Dazu hat er sich die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen seit 1948 angeschaut – und diese mit der Entwicklung des S&P 500 der Wahl verglichen. Ergebnis: Wenn die Aktienkurse in den drei Monaten vor der Wahl zulegen, dann gewinnt fast immer der Amtsinhaber.

Für die aktuelle Wahl hieße das: Sollte der Leitindex der US-Börsen zwischen dem 31. Juli und dem 31. Oktober 2012 steigen, dann wird Obama mit großer Wahrscheinlichkeit wiedergewählt. Ein erster Trend lässt sich nach den ersten Wochen bereits ablesen: Der S&P 500 ist seit Anfang August rund zwei Prozent gestiegen, Obama liegt also vorn. Zugegeben, ein großes Polster hat der amtierende Präsident damit nicht. Sollten die Kurse in der heißen Phase doch noch ins Minus rutschen, stünden die Zeichen auf Abwahl.

Wenn die Amerikaner am 6. November zur Wahl gehen, wird sich zeigen, was die Analyse taugt. Stovall behauptet, in der Vergangenheit habe sie mit einer Trefferquote von 88 Prozent funktioniert. Nur zweimal habe der Börsenindikator den falschen Sieger vorhergesagt – einmal 1956, als der populäre Dwight D. Eisenhower im Amt bestätigt wurde, und zum zweiten im Jahr 1968, als sich der Republikaner Richard M. Nixon mit knappen Vorsprung durchsetzen konnte.

In den Umfragen liefern sich Barack Obama und Mitt Romney liefern sich zurzeit ein Kopf an Kopf Rennen. Das Meinungsforschungsinstituts Ipsos sah Anfang September Obama mit 44 zu 43 Prozent vorne.

„Wir beobachten die Umfragen genau und reagieren, sobald sich ein klarer Trend zeigt“, sagt Nils Ernst, Fondsmanager bei der DWS. Je nach Kandidat könnte der Index ausschlagen.

Was aus 1.000 Euro in zehn Jahren wurde

Deutscher Aktienindex (Dax)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro

Dow Jones

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro

EuroStoxx 50

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro

Nikkei

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai B-Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro

MSCI Emerging Markets

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro

Gold

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro

Silber

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro

Öl

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro

Weizen

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro

Kaffee

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro

Staatsanleihen (Rexp)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro

Unternehmensanleihen (Citigroup World BIG Corporate Index)

Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro

Sparbuch

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)

Tagesgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent

Festgeld

Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*

*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent

Kommentare (1)

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luftfondsmanager

07.09.2012, 18:07 Uhr

Diese Fondsmanager wissen doch auch einfach garnichts!! Da wimmelt es nur so von Konjunktiven. Luft, mehr net!

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