Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.03.2011

10:20 Uhr

Verbindungstechnik-Spezialist

Norma will mit Börsengang Schulden tilgen

Der Verbindungstechnik-Spezialist Norma geht an die Börse: Am 8. April sollen die Aktien in den Handel starten. Mit dem Erlös soll in erster Linie der Schuldenberg des Unternehmens abgetragen werden.

Der Verbindungstechnik-Spezialist Norma geht an die Börse. Quelle: dapd

Der Verbindungstechnik-Spezialist Norma geht an die Börse.

FrankfurtDer hessische Verbindungstechnik-Spezialist Norma macht den nächsten Schritt in Richtung Börse: Am 8. April sollen die Aktien in den Handel starten, wie das Unternehmen in der Nacht zum Samstag ankündigte. Insgesamt will Norma mit dem Verkauf von Aktien bis

zu 430 Millionen Euro bei den Investoren einsammeln, wovon etwa 150 Millionen für die Unternehmenskassen bestimmt sind. In erster Linie soll mit diesem Geld der Schuldenberg abgetragen werden, der Ende 2010 rund 344 Millionen Euro hoch war. Der andere Teil der Erlöse aus dem Börsengang geht an die Alteigentümer, vornehmlich an den Finanzinvestor 3i, der Norma 2005 übernommen hatte.

Norma überholt Powerland

Damit dürfte Norma noch vor Powerland neu auf den Kurszetteln der deutschen Investoren auftauchen. Der chinesische Taschenhersteller will am 11. April sein Börsendebüt im Frankfurter Prime Standard geben. Der Berliner Wohnungskonzern GSW hat dagegen noch keinen konkreten Termin für den Sprung aufs Börsenparkett genannt, und die Hamburger Reederei Hapag Lloyd, mit deren Initial Public Offering (IPO) ebenfalls noch vor Ostern gerechnet worden war, wartet noch ab. Denn wegen des Erdbebens und der Atomkatastrophe in Japan waren die Investoren nervös geworden und die Kurse am Aktienmarkt hatten stark geschwankt, was einen Schritt an die Börse erschwert. Anfang dieses Jahres waren bereits RIB Software und Derby Cycle neu auf dem Kurszettel aufgetaucht, doch ihnen war wochenlang kein anderes Unternehmen gefolgt.

Streubesitz 50 bis 60 Prozent

Die Aktien von Norma können ab Montag bis zum 7. April in einer Spanne von 19 bis 24 Euro gezeichnet werden. Sollten alle Titel verkauft werden, würden ab dem 8. April bis zu 60 Prozent des Unternehmens an der Börse gehandelt. Beim Gang an den Kapitalmarkt wird Norma von der Commerzbank, der Deutschen Bank und Goldman Sachs begleitet.

Das Unternehmen aus Maintal machte mit seinen über 35.000 Produkten - etwa Schlauch- und Rohrschellen für industrielle Anwendungen - im vergangenen Jahr einen Umsatz von 490 (2009: 330) Millionen Euro. Unter dem Strich blieben 30 Millionen Euro übrig, nach einem Minus von 18 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×