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13.07.2011

10:30 Uhr

Verpackungsindustrie

Gerresheimer auf Drei-Jahres-Hoch

Die Aktien des Herstellers von Spezialverpackungen Gerresheimer sind am frühen Mittwoch durch die Decke geschossen: Gute Quartalszahlen und Wachstumspotential in verschiedenen Bereichen locken die Anleger.

Spritzen des Glasherstellers Gerresheimer Quelle: dpa

Spritzen des Glasherstellers Gerresheimer

DüsseldorfDie gut laufenden Geschäfte mit der Pharmaindustrie haben die Aktien von Gerresheimer am Mittwoch auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben. Die Papiere des Spezialverpackungsherstellers verteuerten sich in der Spitze um 8,5 Prozent auf 35,19 Euro. Im MDax, der 0,5 Prozent im Plus notierte, lagen sie damit auf der Pole Position. Mit seinen Zuwächsen im zweiten Quartal übertraf der Düsseldorfer Konzern die Analystenschätzungen. „Das Gesamtbild stimmt, damit könnte auch das zweite Halbjahr positiv überraschen“, sagte ein Händler.

Trotz Sonderlasten ist der Gewinn im zweiten Quartal um 18,8 Prozent auf 13,3 Millionen Euro, der Umsatz um 5,9 Prozent 284,5 Millionen Euro gestiegen. „Insbesondere unsere Geschäftsbereiche Behälterglas und Kunststoffsysteme haben sehr gut abgeschnitten“, sagte Konzernchef Uwe Röhrhoff am Mittwoch. Für das laufende Geschäftsjahr werde ein Umsatzanstieg von sechs bis sieben Prozent erwartet.

Dabei was das zweite Quartal laut Unicredit-Analystin Silke Stegemann lediglich ein Übergangsquartal. Es standen planmäßige Generalüberholungen von Schmelzwannen und Kapazitätsanpassungen bei Spritzensystemen an. Darüber hinaus belasteten Einmalaufwendungen für die Refinanzierung das Ergebnis. Das bereinigte operative Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) blieb im zweiten Quartal mit 56,3 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreswert stabil.

Gerresheimer will auch weiterhin durch Zukäufe wachsen. Im Bereich Glas- und Kunststoffverpackungen liege der Fokus auf Schwellenländern wie Indien, China und Lateinamerika, für den Medizinbereich will Gerresheimer weiter in den Industrieländern bleiben. Im März hatte sich der Konzern mit dem Kauf von Vedat im strategisch wichtigen südamerikanischen Markt verstärkt. Vedat habe die positive Entwicklung unterstützt, hieß es aus dem Unternehmen.

Auf dem Krisentiefpunkt Anfang 2009 lag die Aktie noch bei 13,79 Euro. Die Anleger scheinen die Strategie des Unternehmens seitdem für vielversprechend zu halten: Seitdem ist das Papier ohne Große Ausreißer im Kursverlauf um ein 2,5-faches gewachsen.

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