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09.09.2011

11:00 Uhr

Verschobene Fusion

Porsche-Aktie bricht zweistellig ein

Es lag schon lange in der Luft, jetzt ist es offiziell: VW verschiebt die Fusion mit Porsche. Die Anleger ergreifen die Flucht. Die Aktie landet auf dem tiefsten Stand seit zehn Monaten.

Porsche-Aktionäre sind wenig begeistert, dass die Fusion mit VW aufgeschoben wird. dpa

Porsche-Aktionäre sind wenig begeistert, dass die Fusion mit VW aufgeschoben wird.

DüsseldorfNach der Verschiebung der Fusion mit Volkswagen sind die Aktien von Porsche am Freitag massiv unter Druck geraten. Porsche büßten bis zum Vormittag zeitweise über zehn Prozent ein, aktuell liegt sie bei minus 9,8 Prozent und damit unter 40 Euro. VW stiegen im Dax um 0,2 Prozent. Porsche-Papiere sind dadurch auf einen Stand von vor zehn Monaten zurückgefallen.

Am Abend hatten beide Unternehmen mitgeteilt, ihren geplanten Zusammenschluss wegen rechtlicher und steuerlicher Risiken auf die lange Bank zu schieben . Nach Angaben von VW führt die Verschiebung der für die Fusion nötigen Hauptversammlungsbeschlüsse dazu, dass eine neue Bewertung der Kauf- und Verkaufsoptionen voraussichtlich zu einem deutlich positiven Ertrag im Finanzergebnis führen wird. Bei Porsche wird die Neubewertung der mit 3,9 Milliarden Euro veranschlagten Optionen hingegen negativ zu Buche schlagen.

Ganz überraschen dürfte das die Anleger nicht. Zahlreiche Analysten wiesen schon vor Wochen darauf hin, dass es in Sachen Fusion noch viel Unsicherheit gebe. Am 1. September schrieb Citigroup-Analyst John Lawson, er schätze die Chance auf eine Fusion mit VW in diesem oder nächstem Jahr inzwischen nur noch auf 30 Prozent.

Offenbar haben die Anleger auf diese pessimistischen Vorhersagen in den vergangenen vier Wochen nur noch gegeben. Selbst mit den heutigen Verlusten hat die Aktie noch eine Monatsbilanz von lediglich minus 3,8 Prozent. Allerdings ging es immer wieder kräftig auf und ab - ein Zeichen dafür, dass es in Sachen Porsche derzeit viele Fragezeichen gibt. Schlimmer ging es der Porsche-Aktie im Juli und Anfang August. Das Papier verlor trotz starker Halbjahreszahlen in der Spitze 30 Prozent.

Die Analysten von Equinet stuften Porsche herunter auf „Verkaufen“ von „Halten“, da die Aktien im Vergleich zu VW zu hoch bewertet seien. Außerdem sei die Wahrscheinlichkeit einer Fusion gesunken, schrieb Analyst Tim Schuldt in einem Kommentar.

Insgesamt ist die Meinung der Analysten in den vergangenen vier Wochen durchwachsen. Unter den bei Bloomberg gelisteten Analysten urteilt lediglich die Hälfte (sieben) mit "Kaufen". Vier stufen die Aktie bei "Halten" ein, drei bei "Verkaufen".

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

09.09.2011, 11:04 Uhr

Welche Idioten haben mir die Stücke eigentlich bei 39,15 Euro in der OA heute verkauft ???

Danke, Ihr Volltrottel !!!

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