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02.07.2013

14:03 Uhr

Versicherung

Aktienplatzierung soll Talanx Platz im MDax sichern

Neun Monate nach dem Börsengang der Versicherung Talanx warf der HDI 8,2 Millionen Talanx-Aktien auf den Markt. Nun will Talanx mit Hilfe des Mehrheitseigentümers HDI eine Herabstufung an der Börse verhindern.

Die Aktie fiel um 5,6 Prozent auf 23,14 Euro. dapd

Die Aktie fiel um 5,6 Prozent auf 23,14 Euro.

FrankfurtDer Versicherer Talanx will mit Hilfe seines Mehrheitseigentümers HDI eine Herabstufung an der Börse verhindern. Der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie warf neun Monate nach dem Börsengang weitere 8,2 Millionen Talanx-Aktien für 191 Millionen Euro auf den Markt, wie das Unternehmen aus Hannover am Dienstag mitteilte. Damit steigt der Streubesitz von Talanx auf 14,4 von 11,2 Prozent. Wegen der geringen Zahl im Umlauf befindlicher Aktien hätte dem Versicherungskonzern der Abschied aus dem Nebenwerteindex MDax gedroht, in den er erst Anfang des Jahres eingezogen war. Doch die Konkurrenz durch Börsenneulinge wie LEG Immobilien, Evonik und Kion wächst.

Der HDI, der von Talanx-Vorstandschef Herbert Haas geführt wird, musste bei der Platzierung mit 23,25 Euro je Aktie einen Abschlag von fünf Prozent auf den Xetra-Schlusskurs vom Montag hinnehmen. Am Dienstag fiel die Aktie um 5,6 Prozent auf 23,14 Euro.

Die Platzierung war überraschend gekommen, weil der HDI seine Talanx-Beteiligung eigentlich nur über Kapitalerhöhungen verwässern lassen wollte. Zudem hatte sich der HDI - wie auch der mit 6,5 Prozent beteiligte japanische Versicherer Meiji Yasuda beim Börsengang den Banken gegenüber verpflichtet, für zwei Jahre keine weiteren Aktien auf den Markt zu werfen. Doch angesichts der positiven Kursentwicklung willigten die Deutsche Bank und Berenberg gerne ein. Sie organisierten auch die Platzierung. Haltefristen sollen Aktienkäufer vor einem Kursverfall nach dem Börsengang schützen - doch die Talanx-Aktie hatte gegenüber dem Ausgabepreis von 18,30 Euro bis zu 43 Prozent zugelegt.

Der HDI hält nun noch 79,2 Prozent an Talanx. Für sie soll die Haltefrist weiterhin gelten. Das sei eine einmalige Aktion gewesen, sagten zwei Insider. In Kreisen des Großaktionärs hieß es, die mit der Platzierung eingenommenen 191 Millionen Euro könnten Talanx später bei Bedarf - etwa bei größeren Zukäufen - wieder zufließen.

Von

rtr

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