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11.01.2005

16:00 Uhr

Aktien

Volatilitätsunterbrechung bei Allianz-Aktien sorgt für Wirbel an der Börse

Kurz nach 13.00 Uhr sorgten am Dienstag ungewöhnliche Kursbewegungen bei der Allianz-Aktie und eine darauf folgende Volatilitätsunterbrechung für Wirbel an der Frankfurter Börse.

dpa-afx FRANKFURT. Kurz nach 13.00 Uhr sorgten am Dienstag ungewöhnliche Kursbewegungen bei der Allianz-Aktie und eine darauf folgende Volatilitätsunterbrechung für Wirbel an der Frankfurter Börse. Innerhalb einer Minute brachen die Aktien des Versichungskonzerns um rund sechs Prozent ein und rutschten bis an die Marke von 91 Euro. Wenig später erholten sich die Papiere und notierten mit einem Abschlag von 2,08 Prozent bei 95,25 Euro.

Die massiven Kursverluste hätten eine so genannte "erweiterte Volatilitätsunterbrechung" ausgelöst, sagte Alexandra Güntzer von Deutschen Börse. Dabei werde der Handel unterbrochen, weil sich der Preis der Aktie in kurzer Zeit außerhalb bestimmter Toleranzgrenzen bewegte. Im Fall der Allianz-Aktie habe es sich aber nicht um einen so genannten "Misstrade" gehandelt, versicherte die Börsensprecherin.

Händler begründeten die starken Kursschwankungen bei der Allianz-Aktie zunächst mit einer möglichen Fehleingabe eines Marktteilnehmers. Die Börse bietet die Möglichkeit, bei einem solchen "Misstrade" einen Antrag auf Löschung eines Geschäfts zu stellen. Der irrtümliche Kauf- oder Verkaufsauftrag kann dann rückgängig gemacht werden. Im Fall der Allianz-Aktien habe es aber einen solchen Antrag nicht gegeben, sagte Börsensprecherin Güntzer.

Im vorliegenden Fall traf eine Verkaufsorder von etwa 180 000 Aktien auf nicht genügend Käufer am Markt. Mit der Volatilitätsunterbrechung wird der Börsenhandel automatisch unterbrochen. Der Markt hat dann Zeit, auf die Lage zu reagieren. Während dieser "Besinnungspause" können gegebene Orders modifiziert oder auch zurückgezogen werden.

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